Studie sieht Potenzial für mehr Organspenden nach Herzstillstand

17. April 2026
1 min Lesezeit

Studie sieht Potenzial für mehr Organspenden nach Herzstillstand

Schleswig-Holstein - Was ist passiert – was dahinter steckt

Gesundheitspolitik in Deutschland: Organspende im Fokus

() – Die Einführung der Organspende nach einem endgültigen Herz-Kreislauf-Stillstand könnte laut einer Studie in die Zahl der Transplantationen deutlich erhöhen und Wartezeiten verkürzen.

Das teilten Forscher der Universität Kiel und der Eurotransplant International Foundation am Freitag mit. Ihre auf europäischen Daten basierende Studie wurde im Deutschen Ärzteblatt veröffentlicht.

Derzeit ist in Deutschland nur die Organspende nach einem irreversiblen Hirnfunktionsausfall zulässig.

In vielen anderen Ländern ist zusätzlich die kontrollierte Spende nach Herzstillstand etabliert. Modellrechnungen für das Jahr 2023 zeigen, dass bei einer Übernahme von Rahmenbedingungen wie in der etwa 35 Prozent mehr Leber- und 60 Prozent mehr Nierentransplantationen möglich gewesen wären.

Die Autoren der Studie betonen, dass die Wirkung stark von den jeweiligen organisatorischen und rechtlichen Rahmenbedingungen abhänge.

Sie wollen mit ihrer Arbeit die öffentliche Debatte erweitern, die sich derzeit vor allem auf die Einführung der Widerspruchslösung konzentriere. Die Entscheidung über eine mögliche Einführung der Herz-Kreislaufstillstand-Spende sei eine gesellschaftliche und politische Frage.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Organspendeausweis (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Einführung der Organspende nach Herz-Kreislauf-Stillstand könnte Transplantationen erhöhen und Wartezeiten verkürzen.
  • Derzeit nur Organspende nach irreversiblem Hirnfunktionsausfall in Deutschland erlaubt.
  • Studie zeigt potenzielle Steigerung von Transplantationen bei Anpassung an andere Länder wie die Schweiz.

Warum ist das wichtig?

  • Erhöhung der Transplantationen
  • Verkürzung von Wartezeiten
  • Erweiterung der öffentlichen Debatte über Organspende

Wer ist betroffen?

  • Patienten auf der Warteliste für Transplantationen
  • Ärzte und medizinisches Personal
  • Angehörige von potenziellen Spendern

Zahlen/Fakten?

  • 35 Prozent mehr Leber-Transplantationen möglich
  • 60 Prozent mehr Nieren-Transplantationen möglich
  • Organspende nur nach irreversiblem Hirnfunktionsausfall bislang erlaubt

Wie geht’s weiter?

  • Erweiterung der öffentlichen Debatte zur Organspende
  • Überprüfung der organisatorischen und rechtlichen Rahmenbedingungen
  • Diskussion über eine mögliche Einführung der Herz-Kreislaufstillstand-Spende
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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