Schleswig-Holstein - Was ist passiert – was dahinter steckt
Gesundheitspolitik in Schleswig-Holstein unter Druck
Kiel () – Die Bundesregierung lasse die Krankenhäuser im Stich und verschärfe mit ihrem heutigen Beschluss die Unsicherheiten in der Kliniklandschaft. Das kritisierte der gesundheitspolitische Sprecher der Grünen-Landtagsfraktion in Schleswig-Holstein, Jasper Balke, am Freitag.
Besonders kommunale und freie gemeinnützige Standorte litten darunter.
Statt Sicherheit zu schaffen, werde das Anpassungsgesetz zur Krankenhausreform in wenigen Monaten wohl das nächste Anpassungsgesetz nach sich ziehen.
Balke kritisierte insbesondere die starre Zwei-Kilometer-Standortregelung, die die Planungshoheit der Länder erheblich einschränke. Für Flächenländer wie Schleswig-Holstein sei diese Regelung realitätsfern.
Kliniken mit mehreren Gebäuden, die knapp über der Grenze lägen, würden zu teuren Doppelstrukturen gezwungen, was zulasten der Versorgungsqualität und der Finanzen gehe. Zudem bleibe die befristete Ausnahmeregelung bei Leistungsgruppen an das Einvernehmen der Krankenkassen gekoppelt, was die Landeshoheit unterlaufe.
Auch die Verschärfungen beim Pflegebudget durch eine engere Definition pflegebudgetfähiger Tätigkeiten seien ein ‚Bürokratiemonster‘, das die Arbeit der Pflegekräfte erschwere.
Balke forderte, die Flächenländer müssten sich im Bundesrat für zentrale Nachbesserungen einsetzen. Die Krankenhäuser und ihre Beschäftigten bräuchten verlässliche Rahmenbedingungen und keine ‚Reform in Endlosschleife‘.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Krankenhaus (Archiv) |
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Bundesregierung wird von Grünen kritisiert für Unsicherheiten in der Kliniklandschaft
- Starre Zwei-Kilometer-Standortregelung soll Planungshoheit der Länder einschränken
- Verschärfung des Pflegebudgets wird als belastend für Pflegekräfte angesehen
Warum ist das wichtig?
- Bundesregierung schafft Unsicherheiten in der Kliniklandschaft
- Kommunale und gemeinnützige Standorte sind besonders betroffen
- Notwendigkeit für verlässliche Rahmenbedingungen in der Gesundheitsversorgung
Wer ist betroffen?
- Kommunale und freie gemeinnützige Standorte
- Kliniken mit mehreren Gebäuden
- Pflegekräfte
Zahlen/Fakten?
- Anpassungsgesetz zur Krankenhausreform führt zu Unsicherheiten
- Zwei-Kilometer-Standortregelung schränkt Planungshoheit der Länder ein
- Verschärfungen beim Pflegebudget erhöhen Bürokratie für Pflegekräfte
Wie geht’s weiter?
- Flächenländer müssen sich im Bundesrat für zentrale Nachbesserungen einsetzen
- Krankenhäuser benötigen verlässliche Rahmenbedingungen
- Vermeidung einer 'Reform in Endlosschleife'
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