Erneuerbare Energien in Sachsen-Anhalt: Ausbau
Magdeburg () – Die erneuerbaren Energien in Sachsen-Anhalt legen weiter zu. Das teilte Energieminister Armin Willingmann (SPD) am Dienstag im Kabinett mit.
Demnach hat die Photovoltaik die Windkraft bei der installierten Leistung erstmals als dominierende Stromerzeugungsart abgelöst.
Die Zahl der PV-Anlagen stieg landesweit auf mehr als 140.000, die installierte Leistung auf 6,2 Gigawatt. Die Zahl der Windkraftanlagen ging dagegen leicht auf 2.661 zurück, die installierte Leistung stagnierte bei 5,7 Gigawatt.
Grund dafür ist vor allem das Repowering: Alte Anlagen werden durch neue, leistungsfähigere ersetzt. In den ersten sechs Monaten des Jahres wurden 14 neue Windräder mit 76,8 Megawatt Leistung errichtet, während 82 alte Anlagen mit 123,6 Megawatt stillgelegt wurden.
Kritik übte Willingmann an den niedrigen Ausschreibungsmengen für Biomasse im Erneuerbaren-Energien-Gesetz.
Der Anlagenbestand sei zuletzt leicht rückläufig, da für viele Anlagen die 20-jährige Förderung ende. „Wenn die Bundesregierung bei der Wärmeversorgung in Zukunft verstärkt auf grüne Gase setzen will, müsste sie weitaus größere Kapazitäten ausschreiben“, sagte der Minister.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Solarzellen auf Hausdach (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Sachsen-Anhalt - Was ist passiert – was dahinter steckt
Was ist passiert?
- In Sachsen-Anhalt wächst der Ausbau erneuerbarer Energien weiter; Photovoltaik hat bei der installierten Leistung erstmals die Windkraft abgelöst
- PV-Anlagen stiegen auf mehr als 140.000 mit 6,2 Gigawatt, während Windkraft leicht auf 2.661 Anlagen zurückging und bei 5,7 Gigawatt stagnierte
- Ursache ist vor allem Repowering: 14 neue Windräder wurden errichtet, 82 alte Anlagen stillgelegt; zudem wurde Kritik an niedrigen Ausschreibungsmengen für Biomasse im Erneuerbaren-Energien-Gesetz geübt
Warum ist das wichtig?
- Photovoltaik gewinnt in Sachsen-Anhalt an Bedeutung und löst erstmals die Windkraft bei der installierten Leistung als dominierende Stromquelle ab
- Repowering steigert Effizienz im Windbereich, weil leistungsfähigere neue Anlagen alte ersetzen
- Niedrige Ausschreibungsmengen für Biomasse gefährden Ausbauziele und wirken sich aus, wenn künftig stärker auf grüne Gase in der Wärmeversorgung gesetzt werden soll
Wer ist betroffen?
- Energieminister Armin Willingmann (SPD)
- Betroffen sind Betreiber alter Windkraftanlagen durch das Repowering (Stilllegung zugunsten neuer Anlagen)
- Betreiber von Anlagen mit auslaufender 20-jähriger Förderung (Anlagenbestand leicht rückläufig)
Zahlen/Fakten?
- 140.000+ Photovoltaik-Anlagen, 6,2 Gigawatt installierte Leistung
- 2.661 Windkraftanlagen, 5,7 Gigawatt installierte Leistung
-
- Halbjahr: 14 neue Windräder (76,8 Megawatt) vs 82 stillgelegte alte Anlagen (123,6 Megawatt)
Wie geht’s weiter?
- Photovoltaik hat in Sachsen-Anhalt erstmals die Windkraft bei der installierten Leistung als dominierende Stromquelle abgelöst
- Repowering ersetzt alte Windanlagen durch leistungsfähigere neue, während sich der Windanlagenbestand dabei leicht verringert
- Die Bundesregierung müsste bei grünen Gasen deutlich größere Biomasse- bzw. Ausschreibungskapazitäten ins Erneuerbaren-Energien-Gesetz aufnehmen, da sonst der Anlagenbestand wegen ausgelaufener 20-jähriger Förderung zurückgeht
- Deutsche Bahn: 2.200 Sabotagefälle im ersten Halbjahr 2026 - 14. Juli 2026
- Analyse: Trump tätigte 21.000 Börsengeschäfte in einem Jahr - 14. Juli 2026
- Union stellt sich in Israel-Sanktionsdebatte gegen SPD - 14. Juli 2026
