Sachsen-Anhalt - Was ist passiert – was dahinter steckt
Gesundheitspolitik in Sachsen-Anhalt unter Druck
Magdeburg () – Sachsen-Anhalt steht vor einer womöglich massiven Verschärfung des bereits alarmierenden Ärztemangels. Das berichtet der „Spiegel“ unter Berufung auf die Kassenärztliche Vereinigung (KV) in Magdeburg.
Bei den Hausärzten seien fast 200 Ärzte über 65 Jahre alt, sagte KV-Vertreter Michael Borrmann dem Magazin.
Einige seien sogar 85 Jahre alt oder noch älter. Wenn diese Hausärzte auch noch ohne Nachfolger in Rente gehen sollten, drohe Unterversorgung wohl bald landesweit, warnte Borrmann: „Das wäre dann ein echtes Problem.“
Dramatisch ist die Lage schon heute.
Laut Borrmann sind mehr als 170 Hausarztstellen in Sachsen-Anhalt unbesetzt. In vier Jahren werden landesweit mehr als 300 Mediziner fehlen, der Kassenärztlichen Vereinigung zufolge könnte sich die Zahl der vakanten Stellen dann auf mehr als 500 erhöhen.
Derzeit ist mehr als die Hälfte der rund 14.400 Ärzte in Sachsen-Anhalt älter als 50 Jahre. Die Zahl der Mediziner unter 30 hingegen ist mickrig: 887.
Besorgniserregend ist die Lage insbesondere in der dünn besiedelten Altmark, ganz im Norden des Bundeslandes: Dort mangelt es in einigen Regionen schon heute an Fachleuten für Allgemeinmedizin, Dermatologie, Augen- und Nervenheilkunde sowie in der Kinder- und Jugendpsychiatrie.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Arztpraxis für Allgemeinmedizin (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Sachsen-Anhalt steht vor massivem Ärztemangel.
- Fast 200 Hausärzte über 65 Jahre, viele ohne Nachfolger.
- Mehr als 170 Hausarztstellen unbesetzt, bis 500 vakante Stellen in vier Jahren erwartet.
Warum ist das wichtig?
- Massive Verschärfung des Ärztemangels in Sachsen-Anhalt droht
- Über 170 unbesetzte Hausarztstellen und prognostizierter Anstieg auf über 500
- Hoher Altersdurchschnitt der Ärzte, viele kurz vor dem Ruhestand
Wer ist betroffen?
- Hausärzte über 65 Jahre
- Mediziner unter 30 Jahren
- Bewohner der dünn besiedelten Altmark
Zahlen/Fakten?
- Fast 200 Hausärzte über 65 Jahre alt
- Mehr als 170 Hausarztstellen unbesetzt
- In vier Jahren fehlen mehr als 300 Mediziner, potenziell über 500 vakante Stellen
Wie geht’s weiter?
- Verstärkung der Anstrengungen zur Rekrutierung von Nachfolgern für alte Hausärzte
- Förderung von medizinischen Studienplätzen und Anreizen für junge Ärzte
- Verbesserung der Versorgungsstruktur in unterversorgten Regionen
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