Nur 48 Prozent der Beschäftigten in Sachsen-Anhalt in tarifgebundenen Betrieben

28. April 2026
1 min Lesezeit

Nur 48 Prozent der Beschäftigten in Sachsen-Anhalt in tarifgebundenen Betrieben

Sachsen-Anhalt - Was ist passiert – was dahinter steckt

Wirtschaftliche Entwicklungen in Sachsen-Anhalt

Halle (Saale) () – 48 Prozent aller Arbeitnehmer in haben im April 2025 in einem tarifgebundenen Betrieb gearbeitet. Das hat das Statistische Landesamt -Anhalt anlässlich des bevorstehenden Tages der Arbeit am Dienstag mitgeteilt.

36 Prozent der Beschäftigten waren demnach an einen Branchentarifvertrag gebunden, 12 Prozent an einen Firmentarifvertrag.

Mehr als die Hälfte der Beschäftigten war damit ohne Tarifbindung tätig. Dazu zählten 43 Prozent ohne Tarifvertrag sowie 9 Prozent, die auf Grundlage einer betrieblichen Vereinbarung arbeiteten.

Die Tarifbindung variierte stark nach Branchen: Sie reichte von 100 Prozent in der öffentlichen Verwaltung, Verteidigung und Sozialversicherung bis zu 20 Prozent bei freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen. Überdurchschnittlich viele Beschäftigte mit Tarifbindung gab es auch in den Bereichen Erziehung und Unterricht (81 Prozent) sowie Energieversorgung (71 Prozent).

Der Anteil der tarifgebundenen Betriebe an allen Betrieben lag mit 17 Prozent deutlich unter dem Wert bei den Arbeitnehmern. Ein Branchentarifvertrag galt nur bei 12 Prozent der Betriebe.

Bundesweit lag die Tarifbindung mit 49 Prozent der Arbeitnehmer auf einem ähnlichen Niveau. Am niedrigsten war sie in der Land- und Forstwirtschaft sowie Fischerei mit 10 Prozent.

Für Sachsen-Anhalt konnte dieser Wert aufgrund einer zu geringen Stichprobenbesetzung nicht angegeben werden.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Bauarbeiter auf Baustelle (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • 48 Prozent der Arbeitnehmer in Sachsen-Anhalt arbeiteten im April 2025 in tarifgebundenen Betrieben.
  • 36 Prozent waren an einen Branchentarifvertrag, 12 Prozent an einen Firmentarifvertrag gebunden.
  • Über die Hälfte der Beschäftigten war ohne Tarifbindung tätig.

Warum ist das wichtig?

  • Hohe Tarifbindung fördert soziale Sicherheit und faire Arbeitsbedingungen.
  • Unterschiedliche Tarifbindung nach Branchen zeigt wirtschaftliche Ungleichheiten auf.
  • Tarifverträge sind entscheidend für Löhne und Arbeitsbedingungen der Beschäftigten.

Wer ist betroffen?

  • Arbeitnehmer in Sachsen-Anhalt
  • Beschäftigte ohne Tarifbindung
  • Beschäftigte in verschiedenen Branchen

Zahlen/Fakten?

  • 48 Prozent der Arbeitnehmer in Sachsen-Anhalt arbeiteten in einem tarifgebundenen Betrieb (April 2025)
  • 36 Prozent der Beschäftigten waren an einen Branchentarifvertrag gebunden, 12 Prozent an einen Firmentarifvertrag
  • 100 Prozent Tarifbindung in öffentlicher Verwaltung, 20 Prozent in freiberuflichen Dienstleistungen

Wie geht’s weiter?

  • Anstieg der Tarifbindung in bestimmten Branchen anstreben
  • Analyse der Gründe für hohe Zahl an Beschäftigten ohne Tarifvertrag
  • Maßnahmen zur Unterstützung von Beschäftigten in tariflosen Betrieben entwickeln
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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