Linke kritisiert geplante Rentenalter-Anhebung als sozial ungerecht

14. April 2026
1 min Lesezeit

Linke kritisiert geplante Rentenalter-Anhebung als sozial ungerecht

Sachsen-Anhalt - Was ist passiert – was dahinter steckt

Rentenpolitik in Sachsen-Anhalt im Fokus

() – Die Fraktion Die Linke im Landtag von -Anhalt hat die Pläne der Bundesregierung für eine weitere Anhebung des Renteneintrittsalters scharf kritisiert. Die Landesvorsitzende Eva von Angern teilte mit, eine Verknüpfung der Regelaltersgrenze mit der steigenden Lebenserwartung ignoriere die realen Lebensverhältnisse vieler Menschen, insbesondere in Ostdeutschland.

Als Beleg verwies die Politikerin auf Daten aus einer Anfrage ihrer Bundestagsfraktion.

Demnach ist die durchschnittliche Lebenserwartung von 65-Jährigen in zwischen 2011 und 2024 lediglich um 0,08 Jahre gestiegen. In sei die fernere Lebenserwartung von Männern in diesem Alter sogar gesunken, von 16,70 Jahren (2011/2013) auf 16,56 Jahre (2022/2024).

Das Renteneintrittsalter steige somit schneller als die Lebenserwartung.

Von Angern warf Wirtschaftsministerin Katherina Reiche vor, als ‚verlängerter Arm der Wirtschaftsverbände‘ Fakten auszublenden. Statt einer weiteren Erhöhung des Rentenalters brauche es höhere Renten und die Einführung einer solidarischen Mindestrente von 1.400 Euro.

Die von der Bundesregierung eingesetzte Alterssicherungskommission soll bis Ende des zweiten Quartals 2026 Vorschläge vorlegen, in die auch die Wirkungen auf unterschiedliche Bevölkerungsgruppen einfließen sollen.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Linke-Logo (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Fraktion Die Linke kritisiert Pläne der Bundesregierung zur Anhebung des Renteneintrittsalters.
  • Lebensverhältnisse vieler Menschen, besonders in Ostdeutschland, werden ignoriert.
  • Durchschnittliche Lebenserwartung von 65-Jährigen steigt langsamer als das Renteneintrittsalter.

Warum ist das wichtig?

  • Anhebung des Renteneintrittsalters ignoriert Lebensrealitäten vieler Menschen, besonders in Ostdeutschland
  • Stagnierende oder sinkende Lebenserwartung in Sachsen-Anhalt zeigt Ungleichgewicht
  • Dringender Bedarf an höheren Renten und einer solidarischen Mindestrente von 1.400 Euro

Wer ist betroffen?

  • Menschen in Ostdeutschland
  • Männer in Sachsen-Anhalt
  • Rentner und zukünftige Rentner

Zahlen/Fakten?

  • Durchschnittliche Lebenserwartung von 65-Jährigen in Deutschland (2011-2024) gestiegen um 0,08 Jahre
  • Fernere Lebenserwartung von Männern in Sachsen-Anhalt gesunken von 16,70 Jahre (2011/2013) auf 16,56 Jahre (2022/2024)
  • Geplantes Renteneintrittsalter steigt schneller als die Lebenserwartung

Wie geht’s weiter?

  • Vorschläge der Alterssicherungskommission bis Ende Q2 2026 vorlegen
  • Fokussierung auf die Auswirkungen auf unterschiedliche Bevölkerungsgruppen
  • Forderung nach höheren Renten und Einführung einer solidarischen Mindestrente von 1.400 Euro
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