Saarland - Was ist passiert – was dahinter steckt
Wissenschaftliche Entdeckung in Saarbrücken
Saarbrücken () – Physiker der Universität des Saarlandes haben erstmals experimentell bestätigt, dass sich die Elastizität eines Materials verringert, wenn es in extrem kleine Poren eingeschlossen wird. Das teilte die Hochschule am Mittwoch mit.
Bisher war dieser Effekt, der umso ausgeprägter ist, je kleiner der Porendurchmesser ist, nur theoretisch vorhergesagt worden.
Für ihre Studie verwendeten die Forscher Quarzglas mit Porenradien von 1,8 und 12,8 Nanometern. Diese füllten sie bei minus 187 Grad Celsius mit flüssigem Argon.
Trotz der schwachen Wechselwirkung des Edelgases mit der Porenwand zeigte sich, dass die Elastizität des Materials in den größeren Poren mit 12,8 Nanometer Durchmesser doppelt so hoch war wie in den kleineren mit 1,8 Nanometer. Entsprechend muss bei winzigeren Poren mehr Kraft aufgewendet werden, um das Material zu verformen.
Die Erkenntnisse sind laut den Wissenschaftlern nicht nur für die Grundlagenforschung relevant, sondern auch für praktische Anwendungen.
Dazu zählen etwa die Speicherung von Kohlendioxid in unterirdischen Gesteinsschichten oder Filteranlagen, in denen flüssige oder gasförmige Substanzen in Hohlräumen gespeichert werden. Die Studie wurde in der Fachzeitschrift „The Journal of Physical Chemistry Letters“ veröffentlicht.
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