Saarland - Was ist passiert – was dahinter steckt
Wirtschaft: Quantencomputer in Saarbrücken einsetzen
Saarbrücken () – Wissenschaftler der Universität des Saarlandes wollen gemeinsam mit Industriepartnern Quantencomputer nutzen, um klassischen Rechnern bei der Lösung hochkomplexer Optimierungsprobleme zu helfen. Das teilte die Hochschule mit.
Das Projekt mit dem Namen ‚QIAPO‘ wird vom Bundesforschungsministerium mit 2,3 Millionen Euro gefördert und hat eine Laufzeit von drei Jahren.
Konkret soll ein spezieller Quantencomputer des Start-ups planqc aus Garching mathematische Probleme, wie sie etwa in der Logistik der Autoindustrie oder bei der Chipfertigung auftreten, zunächst so weit vereinfachen, dass herkömmliche Algorithmen auf klassischen Computern sie besser bewältigen können. Quantencomputer können bestimmte Berechnungen aufgrund ihrer Qubits, die gleichzeitig die Zustände 0 und 1 einnehmen können, prinzipiell effizienter lösen.
Ziel ist es nicht, eine perfekte Lösung zu finden, sondern die Genauigkeit der Ergebnisse zu erhöhen.
Beteiligt sind neben den Saarbrücker Professoren Peter Orth und Markus Bläser die Unternehmen BMW und Infineon. Orth betonte, dass man am Ende des Projekts wahrscheinlich wissen werde, ob der Ansatz grundsätzlich funktioniert, um industrielle Abläufe effizienter zu gestalten.
Bereits geringe Verbesserungen könnten bei großen Produktionsmengen erhebliche finanzielle Effekte haben.
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