Rheinland-Pfalz - Was ist passiert – was dahinter steckt
Politik in Deutschland: Kosten der Flüchtlingshilfe
Berlin () – Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Alexander Schweitzer (SPD) hat vor der Ministerpräsidentenkonferenz am Donnerstag den von der Bundesregierung geplanten Wechsel von Ukrainern aus dem Bürgergeld in Asylbewerberleistungen infrage gestellt. „Ich habe erhebliche Fragezeichen bei der Kostenschätzung des Bundes“, sagte Schweitzer der „Bild“ (Mittwochausgabe) mit Blick auf die im Gesetzentwurf geplante Pauschale.
Der Regierungschef, der gleichzeitig auch Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz ist, drängt auf „eine Kompensation des Bundes, die nicht zu einer zusätzlichen Belastung für Länder und Kommunen führt“.
Der geplante Wechsel für Ukrainer „zeigt einmal mehr, wie negativ sich Entscheidungen des Bundes auf die Haushalte von Ländern und Kommunen auswirken und dass wir deshalb das Prinzip `Wer bestellt, bezahlt` brauchen“.
Auch Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) pocht auf einen vollständigen Kostenausgleich. „Im Koalitionsvertrag ist festgelegt worden, dass die dadurch entstehenden Mehrkosten für die Bundesländer durch den Rechtskreiswechsel in das Asylbewerberleistungsgesetz der Bund übernehmen wird. Das ist auch ein Thema bei unserem Treffen am Donnerstag“, sagte Haseloff dem Blatt.
Die Bundesregierung hat einen Gesetzentwurf im Kabinett verabschiedet, der vorsieht, dass Ukrainer, die ab April 2025 nach Deutschland gekommen sind, nicht länger Bürgergeld, sondern die niedrigeren Asylbewerberleistungen bekommen sollen.
Die Regelsätze des Bürgergelds werden aus dem Bundeshaushalt finanziert, Asylbewerberleistungen von Ländern und Kommunen.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Ankunft von Flüchtlingen aus der Ukraine in Deutschland (Archiv) |
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Ministerpräsident Alexander Schweitzer kritisiert den geplanten Wechsel von Ukrainern zu Asylbewerberleistungen.
- Er fordert eine Kompensation des Bundes, um Kommunen und Länder nicht zu belasten.
- Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff betont, dass der Bund die Mehrkosten übernehmen muss.
Warum ist das wichtig?
- Zweifel an der Kostenschätzung des Bundes für die Umstellung von Leistungen
- Drang nach einer finanziellen Kompensation, um Belastungen für Länder und Kommunen zu vermeiden
- Forderung nach einem vollständigen Kostenausgleich gemäß Koalitionsvertrag
Wer ist betroffen?
- Ukrainer, die ab April 2025 nach Deutschland kommen
- Bundesländer und Kommunen
- Ministerpräsidenten von Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt
Zahlen/Fakten?
- Wechsel von Ukrainern zu Asylbewerberleistungen ab April 2025 geplant
- Kostenausgleich durch den Bund gefordert
- Unterschiedliche Finanzierungsquellen: Bürgergeld vom Bundeshaushalt, Asylbewerberleistungen von Ländern und Kommunen
Wie geht’s weiter?
- Klärung der Kostenschätzungen des Bundes
- Forderung nach vollständigem Kostenausgleich für Länder und Kommunen
- Diskussion über das Prinzip "Wer bestellt, bezahlt"
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