Vermischtes - Was ist passiert – was dahinter steckt
Medienpolitik in Deutschland: Digitalabgabe gefordert
Mainz () – Der Vorsitzende der Rundfunkkommission der Länder, Alexander Schweitzer (SPD), hat eine rasche Einführung einer Digitalabgabe für ausländische Tech-Konzerne gefordert. „Wir brauchen in Deutschland schnellstmöglich ein Instrument, um die Medienvielfalt in den Bundesländern und in Deutschland insgesamt zu schützen“, sagte der Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz der „Rheinischen Post“ (Samstagausgabe). „Systeme mit Künstlicher Intelligenz nutzen redaktionell erstellte Inhalte, verarbeiten diese weiter und stellen sie kostenfrei zur Verfügung. Das bringt viele Geschäftsmodelle privater Medienanbieter ins Wanken“, erläuterte Schweitzer.
Die KI-Systeme kämen in den allermeisten Fällen von Tech-Konzernen aus den USA oder China und ihren Plattformen. „Bislang werden sie überhaupt nicht zur Kasse gebeten“, so der SPD-Politiker. „Auch die Steuerlast solcher Unternehmen ist in den meisten Fällen sehr gering. Das ist höchst ungerecht gegenüber unseren Medienanbietern“, sagte Schweitzer.
„Zudem haben die Plattformen über ihre Algorithmen die Möglichkeit zu steuern, was Usern angezeigt wird und was nicht. Das verzerrt die Realität und beeinflusst das politische Klima und damit auch den öffentlichen Debattenraum“, so der Vorsitzende der Rundfunkkommission.
Verlässliche Informationen, die nach den journalistischen Sorgfaltspflichten erstellt wurden, seien für die Bürger oft immer schwerer von Falschmeldungen zu unterscheiden, kritisierte Schweitzer. „Das ist höchst gefährlich mit Blick auf die Medienlandschaft in Deutschland. Sie ist elementar wichtig für die Meinungsfreiheit und die Vielfalt“, mahnte der SPD-Politiker. „Es ist ein Demokratiethema, es ist ein Medienfreiheitsthema und nicht primär ein außenpolitisches Instrument, um etwa im Zoll- und Handelskonflikt die europäische Position zu stärken“, sagte Schweitzer.
Er werde mit seinen Amtskollegen der anderen Länder über das Instrument und einen Mechanismus beraten. Zur Höhe einer solchen Abgabe hielt er sich bedeckt. „Eine genaue Höhe einer solchen Abgabe müssen wir zunächst im Kreis der Ministerpräsidenten beraten. Doch es ist Tempo geboten“, sagte Schweitzer. „Noch in diesem Jahr sollte es einen Vorschlag aus der Ministerpräsidentenkonferenz geben, wie wir unseren Medienstandort und damit auch die Demokratie stärken und schützen können. Den Medienanbietern läuft die Zeit davon“, sagte Schweitzer.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Alexander Schweitzer fordert rasche Einführung einer Digitalabgabe für ausländische Tech-Konzerne.
- KI-Systeme nutzen redaktionelle Inhalte von Medienanbietern und gefährden deren Geschäftsmodelle.
- Schweitzer kritisiert die geringe Steuerlast von Tech-Unternehmen und deren Einfluss auf die Medienvielfalt und das politische Klima.
Warum ist das wichtig?
- Schutz der Medienvielfalt in Deutschland
- Bekämpfung der Ungerechtigkeiten gegenüber lokalen Medienanbieter
- Stärkung der Meinungsfreiheit und Demokratie in der Gesellschaft
Wer ist betroffen?
- ausländische Tech-Konzerne
- private Medienanbieter
- Bürger
Zahlen/Fakten?
- Forderung nach Einführung einer Digitalabgabe für ausländische Tech-Konzerne
- KI-Systeme nutzen redaktionelle Inhalte, die kostenfrei zur Verfügung gestellt werden
- Plattformen beeinflussen, was Nutzern angezeigt wird, was die Realität verzerrt
Wie geht’s weiter?
- Einführung einer Digitalabgabe für ausländische Tech-Konzerne beschleunigen
- Vorschlag aus der Ministerpräsidentenkonferenz noch in diesem Jahr
- Diskussionen über die genaue Höhe der Abgabe im Kreis der Ministerpräsidenten
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