Nordrhein-Westfalen - Was ist passiert – was dahinter steckt
Wissenschaft: Licht und Nanoröhren in Bochum
Bochum () – Ein interdisziplinäres Team der Ruhr-Universität Bochum hat entdeckt, dass Licht die Bewegung von fluoreszierenden Kohlenstoffnanoröhren in wässriger Lösung verlangsamt. Die Forscher beobachteten, dass die Diffusionskonstante der Nanoröhren linear mit der Lichtintensität abnimmt.
Diese Erkenntnisse wurden in der Fachzeitschrift Nature veröffentlicht.
Die Nanoröhren, die aus einem wabenförmigen Kohlenstoff-Geflecht bestehen und 100.000-mal dünner als ein menschliches Haar sind, zeigen unter Lichtbestrahlung ein unerwartetes Verhalten. Das Team stellte fest, dass die Bewegung der Nanoröhren so wirkt, als ob das umgebende Wasser zäher geworden wäre.
Diese Entdeckung könnte das Verständnis von Grenzflächenprozessen grundlegend verändern.
Die Forscher verwendeten atomistische Simulationen, um die Wechselwirkungen zwischen den Nanoröhren und den Wassermolekülen zu analysieren. Sie fanden heraus, dass die fluktuierenden Dipolmomente der Exzitonen in den Nanoröhren direkt mit den Bewegungen der Wassermoleküle gekoppelt sind, was zu einem messbaren Impulsübertrag führt.
Diese Erkenntnisse eröffnen neue Perspektiven in der Materialwissenschaft und Nanotechnologie.
- Rheinmetall fürchtet Scheitern von Panzerprojekt mit Frankreich - 13. Juni 2026
- Warken will Abbau von Platzvorgaben für Pflegeheime - 13. Juni 2026
- Steinbrück will Bedingungen für Ende von Brandmauer zur AfD - 13. Juni 2026
