Landtagspräsident übergibt NS-Dokumente aus Neuss an Auschwitz-Gedenkstätte

31. Januar 2026
1 min Lesezeit

Landtagspräsident übergibt NS-Dokumente aus Neuss an Auschwitz-Gedenkstätte

Nordrhein-Westfalen - Was ist passiert – was dahinter steckt

Gesellschaft: Übergabe von NS-Dokumenten in Düsseldorf

() – Der Präsident des nordrhein-westfälischen Landtags, André Kuper, hat stellvertretend 428 historische Dokumente aus der NS-Zeit an die Stiftung Auschwitz-Birkenau übergeben. Die Unterlagen, darunter Lagerpostkarten, Täterbriefe und Lagergeld, stammen aus dem Neusser Auktionshaus Felzmann und sollten ursprünglich im November 2025 versteigert werden.

Nach Protesten unter anderem des Fritz Bauer Instituts wurde die Auktion abgesetzt und eine Lösung für die Übergabe an die Gedenkstätte gesucht.

Kuper erklärte, man sei dankbar, eine Möglichkeit gefunden zu haben, den Dokumentenbestand an die Archive der betreffenden Gedenkstätten zu übergeben. ‚Die Erinnerung in Archiven und Museen wahrt die Würde der Opfer und dient der weiteren Forschung‘, sagte er. Für den Ankauf wurden keine öffentlichen Gelder verwendet, sondern private Spender gewonnen, darunter die Bethe-Stiftung aus Bergisch-Gladbach.

Die Stiftung Auschwitz-Birkenau übernimmt den Bestand treuhänderisch und wird Dokumente, die andere Gedenkstätten betreffen, dorthin weiterleiten.

Die Auschwitz betreffenden Dokumente werden archiviert, restauriert und wissenschaftlich ausgewertet. Abraham Lehrer, Vizepräsident des Zentralrats der Juden in , betonte die Bedeutung, dass die Dokumente ‚an die richtigen Orte und in die richtigen Hände‘ gelangen.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Konzentrationslager Auschwitz (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • André Kuper übergibt 428 historische Dokumente aus der NS-Zeit an die Stiftung Auschwitz-Birkenau.
  • Die Übergabe erfolgt nach Absetzung einer geplanten Auktion aufgrund Protesten.
  • Dokumente werden archiviert, restauriert und wissenschaftlich ausgewertet.

Warum ist das wichtig?

  • Erhaltung und Dokumentation von Zeitzeugnissen der NS-Zeit für zukünftige Generationen
  • Wahrung der Würde der Opfer durch sachgemäße Archivierung und Forschung
  • Verhinderung von Versteigerungen und Kommerzialisierung sensibler historischer Dokumente

Wer ist betroffen?

  • Stiftung Auschwitz-Birkenau
  • Fritz Bauer Institut
  • Bethe-Stiftung

Zahlen/Fakten?

  • 428 historische Dokumente aus der NS-Zeit übergeben
  • Dokumente stammen aus dem Neusser Auktionshaus Felzmann
  • Ankauf finanziert durch private Spender, keine öffentlichen Gelder verwendet

Wie geht’s weiter?

  • Weiterleitung von Dokumenten an andere Gedenkstätten
  • Archivierung und Restaurierung der Auschwitz-Dokumente
  • Wissenschaftliche Auswertung der Unterlagen
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