Nordrhein-Westfalen - Was ist passiert – was dahinter steckt
Wissenschaftliche Innovationen in Köln
Köln () – Forscher der Universität zu Köln haben erstmals ein künstliches DNA-Basenpaar entwickelt, das auf einem völlig anderen chemischen Prinzip als die natürliche Erbsubstanz beruht. Das teilte die Hochschule am Freitag mit.
Während sich die bekannten Bausteine der DNA durch Wasserstoffbrückenbindungen zusammenfügen, nutzt das neue, synthetische Paar sogenannte Halogenbindungen als zentrale Anziehungskraft.
Das Team um Stephanie Kath-Schorr vom Institut für Organische Chemie entwarf spezielle chemische Bausteine mit einem Iod-Atom.
Nach Computersimulationen zur optimalen Anordnung gelang es im Labor, die Moleküle herzustellen und nachzuweisen, dass sie zuverlässig ein stabiles Paar bilden. Besonders bedeutsam ist, dass ein natürliches Enzym, eine DNA-Polymerase, die künstlichen Bausteine akzeptiert und in eine wachsende DNA-Kette einbauen kann.
„DNA ist nicht ausschließlich auf das bekannte chemische Prinzip angewiesen“, sagte Kath-Schorr.
Die Ergebnisse erweiterten das genetische Alphabet und zeigten, wie flexibel das „Molekül des Lebens“ sei. Langfristig könnten solche zusätzlichen DNA-Bausteine neue Möglichkeiten in der synthetischen Biologie eröffnen, etwa für neuartige diagnostische oder therapeutische Verfahren.
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