Landesregierung warnt vor erhöhter Waldbrandgefahr in Nordrhein-Westfalen

29. Juli 2026
1 min Lesezeit

NRW warnt vor erhöhter Waldbrandgefahr

() – Die Landesregierung hat vor einer erhöhten Waldbrandgefahr in weiten Teilen Nordrhein-Westfalens gewarnt. Das teilten das Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz, das Innenministerium und das Umweltministerium gemeinsam am Dienstag mit.

Ab Mittwoch, 29. Juli, gilt landesweit die Waldbrandgefahrenstufe 3 (erhöhte Gefahr), in einigen Regionen wie dem Südwesten, am Niederrhein und im Südosten sogar Stufe 4 (hohe Gefahr).

Forstministerin Silke Gorißen (CDU) appellierte an die Bevölkerung, im Wald besondere Vorsicht walten zu lassen: Rauchen, Grillen und offenes Feuer seien streng verboten, Fahrzeuge sollten nur auf befestigten Flächen geparkt werden, um Brände durch heiße Katalysatoren zu vermeiden.

Zur Früherkennung setzt das Land am Niederrhein auf das Kamerasystem „Fire Watch“, das rund 62.000 Hektar Waldfläche überwachen und Rauchentwicklungen in bis zu 40 Kilometern Entfernung erkennen soll. Die Überwachungszentrale in Wesel ist ab Stufe 3 täglich besetzt.

Zudem wurde im Regionalforstamt Rureifel-Jülicher Börde ein zweiter „FireFighter“ stationiert, ein geländegängiges Löschfahrzeug mit 10.000-Liter-Tank.

Innenminister Herbert Reul (CDU) erklärte, wer Rauch oder Feuer im Wald bemerke, müsse sofort die 112 wählen und Zufahrten freihalten. Umweltminister Oliver Krischer (Grüne) wies darauf hin, dass die Natur unter Trockenstress leide.

Der Graslandfeuerindex hat vielerorts bereits Stufe 3 erreicht.

Die anhaltende Trockenheit zeigt sichtbare Folgen: Vorzeitige Laubverfärbungen treten bei Birke, Rotbuche, Hainbuche, Kirsche, Linde und Ahorn auf, während Eiche, Esche und Nadelbäume bislang weniger betroffen sind. Die Witterung begünstigt zudem Schadorganismen wie Borkenkäfer und Hallimasch.

Das Land hat seit 2022 ein Waldbrandschutzkonzept umgesetzt.

Seitdem gibt es mehr gemeinsame Übungen von Forstämtern und Feuerwehren. Außerdem wurden Warnschilder aufgestellt.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Waldweg (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Landesregierung warnt vor erhöhter Waldbrandgefahr in Nordrhein-Westfalen

Nordrhein-Westfalen - Was ist passiert – was dahinter steckt

Was ist passiert?

  • Die Landesregierung in Nordrhein-Westfalen warnt vor erhöhter Waldbrandgefahr und ordnet ab 29. Juli landesweit Waldbrandgefahrenstufe 3 an, in manchen Regionen sogar Stufe 4
  • Das Land setzt zur Früherkennung auf das Kamerasystem „Fire Watch“ sowie zusätzlich ein Löschfahrzeug „FireFighter“ und fordert zum sofortigen Wählen der 112 sowie freizuhalten von Zufahrten auf
  • Wegen anhaltender Trockenheit wird bereits eine erhöhte Feuergefahr durch den Graslandfeuerindex sowie sichtbare Stressfolgen an Bäumen und begünstigte Schadorganismen beschrieben

Warum ist das wichtig?

  • Ab Mittwoch, 29. Juli, gilt landesweit Waldbrandgefahrenstufe 3 mit teils Stufe 4, weshalb erhöhte Vorsicht im Wald nötig ist
  • Maßnahmen wie das Kamerasystem „Fire Watch“, besetzte Überwachungszentrale und die Stationierung eines Löschfahrzeugs verbessern die Früherkennung und Bekämpfung von Bränden
  • Wegen Trockenstress und erhöhtem Risiko für Schadorganismen (u. a. Borkenkäfer, Hallimasch) sowie schon erreichtem Graslandfeuerindex ist schnelles Handeln bei Rauch oder Feuer wichtig (112)

Wer ist betroffen?

  • Bevölkerung in Nordrhein-Westfalen
  • Regionen in NRW mit Waldbrandgefahrenstufe 3 und 4 wie Südwesten, Niederrhein und Südosten
  • Personen, die Rauch oder Feuer im Wald bemerken

Zahlen/Fakten?

    1. Juli: landesweit Waldbrandgefahrenstufe 3 (erhöhte Gefahr) in NRW
  • In einigen Regionen Stufe 4 (hohe Gefahr)
  • Fire Watch überwacht rund 62.000 Hektar und erkennt Rauch in bis zu 40 Kilometern Entfernung

Wie geht’s weiter?

  • Ab Mittwoch, 29. Juli, gilt landesweit Waldbrandgefahrenstufe 3, in einigen Regionen sogar Stufe 4
  • Bevölkerung soll im Wald auf Rauchen, Grillen und offenes Feuer verzichten sowie Fahrzeuge nur auf befestigten Flächen parken
  • Bei Rauch oder Feuer im Wald sofort 112 wählen und Zufahrten freihalten; Kamerasystem „Fire Watch“ wird ab Stufe 3 täglich besetzt und ein zweites Löschfahrzeug „FireFighter“ ist stationiert
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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