Nordrhein-Westfalen - Was ist passiert – was dahinter steckt
Finanzkriminalitätsbekämpfung in Nordrhein-Westfalen
Düsseldorf () – Das nordrhein-westfälische Landesamt zur Bekämpfung der Finanzkriminalität (LBF NRW) hat nach einem Jahr eine positive Bilanz gezogen. Finanzminister Marcus Optendrenk (CDU) teilte am Freitag mit, die Bündelung von mehr als 1.200 Experten unter einem Dach habe die Schlagkraft der Steuerfahndung deutlich erhöht.
Die Behörde habe sich als wichtiger Partner der Europäischen Staatsanwaltschaft etabliert und setze verstärkt auf Künstliche Intelligenz.
Zu den Schwerpunkten der Arbeit zählen die Aufklärung von Cum-Ex- und Cum-Cum-Geschäften, die Bekämpfung von Geldwäsche sowie die Verfolgung von Steuerhinterziehung im Bereich von Kryptowährungen und bei Influencern. Die Behördenleiterin Stephanie Thien erklärte, man unterstütze die Europäische Staatsanwaltschaft aktuell in 22 Großverfahren zu Umsatzsteuerbetrug.
Bei Influencern wurden Daten von mehr als 7.000 Steuerpflichtigen aufbereitet.
Das LBF NRW hat ein IT-Kompetenzzentrum aufgebaut, das eigene KI-Lösungen entwickelt, und pflegt internationale Kooperationen, unter anderem mit Behörden in Frankreich, den Niederlanden und Österreich. Im Dezember 2025 gelang zudem ein Datenankauf zu Offshore-Beteiligungen in Steueroasen, dessen Auswertung läuft.
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