DAK-Studie: Jeder Dritte im Pflegeheim auf Sozialhilfe angewiesen

5. März 2026
1 min Lesezeit

DAK-Studie: Jeder Dritte im Pflegeheim auf Sozialhilfe angewiesen

Wirtschaft - Was ist passiert – was dahinter steckt

Gesellschaft: Pflegeheimfinanzierung in Berlin

() – Immer mehr Bewohner im Pflegeheim können sich die Eigenanteile nicht mehr leisten und sind auf Sozialhilfe angewiesen.

„Die Sozialhilfequote in Pflegeheimen erreicht 2026 den neuen Höchstwert von 37 Prozent“, heißt es in einer unveröffentlichten Studie der Krankenkasse DAK, über die die „Rheinische Post“ (Donnerstag) berichtet. „Nach geltendem Recht steigt die Quote im Jahr 2032 auf 40,4 Prozent weiter an und steuert bis 2035 ungebremst auf knapp 43 Prozent zu.“

Aktuell bekommen demnach bundesweit 309.000 Heimbewohner „Hilfe zur Pflege“, wie die Leistung der Kommunen heißt. „Die Zahl der Sozialhilfeempfänger könnte sich in den nächsten neun Jahren um 15 Prozent auf 356.000 Betroffene erhöhen“, heißt es in der Studie weiter. Die Studie hat der Bremer Gesundheitsökonom Heinz Rothgang im Auftrag der DAK erstellt.

„Die stationäre Pflege wird für immer mehr Menschen zur konkreten Armutsfalle“, sagte DAK-Vorstandschef Andreas Storm der Redaktion. „Mit einer Sozialhilfequote von aktuell 37 Prozent sind wir am Limit. Einen weiteren Anstieg dürfen wir nicht zulassen. Das Vertrauen in die soziale Pflegeversicherung schwindet und es droht ein Pflegekollaps.“ Storm fordert: „Die Begrenzung der Eigenanteile in den Heimen muss Teil einer großen Pflegereform werden. Wir brauchen einen neuen Finanzierungsmix. Das Ziel muss eine faire Lastenverteilung zwischen Beitragszahlenden, Pflegebedürftigen und Steuerzahlenden sein.“

Eine Deckelung der pflegebedingten Eigenanteile auf einen Höchstbetrag von 1.000 oder 1.200 Euro im Monat würde die Lage etwas entspannen: „Dann würde die Sozialhilfequote auch im Jahr 2035 nur zwischen 32 und 37 Prozent liegen“, so die Studie weiter.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Seniorin mit Helferin (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Immer mehr Bewohner in Pflegeheimen sind auf Sozialhilfe angewiesen.
  • Sozialhilfequote in Pflegeheimen könnte 2026 37 Prozent erreichen und bis 2035 auf knapp 43 Prozent steigen.
  • DAK fordert eine Pflegereform zur Begrenzung der Eigenanteile.

Warum ist das wichtig?

  • Zunehmende Abhängigkeit von Sozialhilfe bei Heimbewohnern gefährdet die finanzielle Stabilität des Pflegeheimsystems.
  • Anstieg der Sozialhilfequote könnte das Vertrauen in die soziale Pflegeversicherung untergraben und einen Pflegekollaps verursachen.
  • Notwendigkeit einer Reform zur Begrenzung der Eigenanteile und fairen Lastenverteilung zwischen allen Beteiligten.

Wer ist betroffen?

  • Bewohner in Pflegeheimen
  • Sozialhilfeempfänger
  • Pflegebedürftige Menschen

Zahlen/Fakten?

  • Sozialhilfequote in Pflegeheimen erreicht 2026 37 Prozent
  • Zahl der Sozialhilfeempfänger könnte bis 2032 auf 356.000 steigen
  • Aktuell erhalten 309.000 Heimbewohner "Hilfe zur Pflege"

Wie geht’s weiter?

  • Anstieg der Sozialhilfequote in Pflegeheimen auf 40,4 Prozent bis 2032
  • Forderung nach Begrenzung der Eigenanteile in Heimen durch DAK
  • Notwendigkeit einer Pflegereform zur fairen Lastenverteilung
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