Meyer fürchtet russischen Einfluss auf europäische Atomindustrie

10. März 2026
1 min Lesezeit

Meyer fürchtet russischen Einfluss auf europäische Atomindustrie

Niedersachsen - Was ist passiert – was dahinter steckt

Politik in Niedersachsen: Umweltminister äußert Bedenken

() – Der niedersächsische Umweltminister Christian Meyer (Grüne) hat seine Befürchtungen vor einer Kooperation eines in Lingen im Emsland ansässigen Brennelementeherstellers mit der russischen Staatsbehörde Rosatom geäußert.

Der Antrag auf die Umstellung der Produktion „auf hexagonale Brennelemente in der Fabrik mit russischer Beteiligung ist kein alltäglicher Vorgang“, sagte Meyer den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Mittwochausgaben). Er bereite ihm und vielen Bürgern „ernsthafte Sorgen“ in Bezug auf die innere und äußere Sicherheit, so Meyer.

„Abhängigkeiten von Putins Atomkonzern sollten vermindert und nicht ausgeweitet werden. Die Sorge um Sabotage, Spionage und Einfluss des Aggressors Russland ist groß.“

Meyers Ministerium prüft derzeit einen Antrag des französischen Atomkonzerns Framatome, ob in einem Werk seiner Tochterfirma ANF in Lingen sechseckige Brennelemente für Atomkraftwerke russischer Bauart in osteuropäischen Ländern hergestellt werden dürfen.

Gerade im sensiblen Atomsektor sollten „keine Geschäfte mit dem Kriegstreiber Putin gemacht werden“, sagte der Minister. „Wir stehen klar auf der Seite der , die vor Rosatom warnt, und sollten nichts tun, was Russlands Einfluss auf den Energiesektor in Europa erhöht.“

Meyer erklärte, dass eine Produktion der sechseckigen Brennelemente „ohne russische Beteiligung und ohne russische Maschinen, Personal und Know-How deutlich besser wäre“.

So stelle der US-Konzern Westinghouse bereits ohne russische Beteiligung solche Brennelemente in etwa für die ukrainischen und osteuropäische AKWs her. „Das müsste auch Framatome möglich sein.“

Ein Framatome-Sprecher sagte den Zeitungen, dass die Produktion des „bewährten, zuverlässigen und effizienten russischen Brennstoffdesigns mit bewährten Komponenten aus Lingen“ nur kurzfristiger Natur sei, um die Kontinuität des Betriebes zu gewährleisten.

Parallel werde ein neues „zu 100 Prozent europäisches souveränes Brennstoffprodukt“ entwickelt, was die europäische Energiesouveränität erhöhen werde. Im Übrigen sei es nicht notwendig, dass russische Mitarbeiter das ANF-Werksgelände in Lingen betreten.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Christian Meyer (Archiv)

Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




4,0/5 (29 Bewertungen)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Niedersachsens Umweltminister Christian Meyer äußert Bedenken über Kooperation eines Brennelementeherstellers mit der russischen Staatsbehörde Rosatom.
  • Anfrage zur Produktion von hexagonalen Brennelementen in Lingen sorgt für Sorgen bezüglich Sicherheit und Abhängigkeit von Russland.
  • Minister fordert Produktion ohne russische Beteiligung und erwähnt positive Beispiele von US-Konzernen.

Warum ist das wichtig?

  • Bedenken hinsichtlich der inneren und äußeren Sicherheit durch russische Beteiligung
  • Verringerung der Abhängigkeiten von Russland im Atomsektor
  • Unterstützung der Ukraine gegen den russischen Einfluss im Energiesektor

Wer ist betroffen?

  • Umweltminister Christian Meyer (Grüne)
  • Bürger im Emsland
  • französischer Atomkonzern Framatome

Zahlen/Fakten?

  • Niedersächsischer Umweltminister Christian Meyer äußert Bedenken zur Kooperation mit Rosatom.
  • Antrag auf Produktion hexagonaler Brennelemente in Lingen wird geprüft.
  • US-Konzern Westinghouse stellt bereits ohne russische Beteiligung Brennelemente in Schweden her.

Wie geht’s weiter?

  • Prüfung des Antrags von Framatome auf Produktion in Lingen.
  • Entwicklung eines europäischen, souveränen Brennstoffprodukts.
  • Minimierung russischer Einflussnahme im Atomsektor.
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
Letzte Artikel von Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH (Alle anzeigen)

Don't Miss