Niedersachsen - Was ist passiert – was dahinter steckt
Niedriglohnproblematik in Niedersachsen 2023
Hannover () – In Niedersachsen arbeitete im April dieses Jahres etwa jeder sechste Beschäftigte für einen Niedriglohn. Das teilte das Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN) mit.
Demnach lag der Anteil der Jobs unterhalb der Niedriglohnschwelle von 14,32 Euro brutto je Stunde bei 17,0 Prozent, was etwa 623.000 von rund 3,7 Millionen Beschäftigungsverhältnissen entspricht. Im Vorjahresmonat hatte der Anteil noch bei 17,3 Prozent gelegen.
Besonders betroffen sind Frauen: Jede fünfte erwerbstätige Frau (20,0 Prozent) arbeitete im Niedriglohnsektor, bei den Männern waren es 14,1 Prozent.
Der überwiegende Teil dieser Jobs, rund 83,5 Prozent, befindet sich im Dienstleistungsbereich. Dort verdient fast jeder fünfte Beschäftigte (18,9 Prozent) weniger als die Niedriglohnschwelle.
Die Lohnungleichheit bleibt deutlich: Besserverdienende, die zu den oberen zehn Prozent der Lohnskala zählen, erhielten im April mit 36,93 Euro brutto je Stunde etwa das 2,8-fache des Verdienstes von Geringverdienenden (13,27 Euro).
Die Daten basieren auf der Verdiensterhebung, für die in Niedersachsen rund 4.600 Betriebe befragt wurden.
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