Nordrhein-Westfalen - Was ist passiert – was dahinter steckt
Wirtschaftliche Situation in Nordrhein-Westfalen
Düsseldorf () – Im April dieses Jahres lagen in Nordrhein-Westfalen rund 1,5 Millionen Beschäftigungsverhältnisse unter der Niedriglohnschwelle von 14,32 Euro brutto pro Stunde. Das teilte der Landesbetrieb Information und Technik (IT.NRW) als Statistisches Landesamt mit.
Damit war fast jeder fünfte Job (18 Prozent) im Land ein Niedriglohnjob, was einem leichten Anstieg gegenüber dem Vorjahr entspricht.
Besonders betroffen ist der Dienstleistungssektor, auf den mehr als 1,3 Millionen dieser Jobs entfallen. Fast 0,9 Millionen Niedriglohnstellen wurden von Frauen ausgeübt.
Die höchsten Anteile verzeichnete das Gastgewerbe, wo 58 Prozent aller Jobs unter der Schwelle lagen. Auch im Handel und in sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen war die Quote mit 27 und 33 Prozent überdurchschnittlich.
Überdurchschnittlich häufig arbeiten zudem junge und ältere Beschäftigte für einen Niedriglohn.
In der Altersgruppe unter 25 Jahren waren es 44 Prozent, bei den über 65-Jährigen 40 Prozent. Die Niedriglohnschwelle wird bundeseinheitlich berechnet und lag im April bei zwei Dritteln des mittleren Stundenverdienstes von 21,48 Euro.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Gastronomie (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Rund 1,5 Millionen Beschäftigungsverhältnisse in Nordrhein-Westfalen unter der Niedriglohnschwelle
- Dienstleistungssektor besonders betroffen, 58 Prozent im Gastgewerbe unter Niedriglohn
- Hohe Niedriglohnbetroffene unter jungen (44%) und älteren Beschäftigten (40%)
Warum ist das wichtig?
- Hohe Anzahl an Niedriglohnjobs beeinflusst Lebensqualität der Beschäftigten
- Vor allem Frauen und junge/alte Menschen sind überproportional betroffen
- Signalisiert strukturelle Probleme im Arbeitsmarkt und Bedarf an politischen Maßnahmen
Wer ist betroffen?
- Beschäftigte im Niedriglohnbereich in Nordrhein-Westfalen
- Frauen, die Niedriglohnjobs ausüben
- Junge Beschäftigte unter 25 Jahren und ältere über 65 Jahre
Zahlen/Fakten?
- 1,5 Millionen Beschäftigungsverhältnisse unter der Niedriglohnschwelle von 14,32 Euro brutto pro Stunde in NRW
- 18 Prozent der Jobs sind Niedriglohnjobs, Anstieg im Vergleich zum Vorjahr
- 58 Prozent der Jobs im Gastgewerbe liegen unter der Niedriglohnschwelle
Wie geht’s weiter?
- Überprüfung der Maßnahmen zur Bekämpfung von Niedriglohnjobs
- Diskussion über Anhebung der Niedriglohnschwelle
- Förderung von Ausbildungs- und Qualifizierungsprogrammen für betroffene Gruppen
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