Mecklenburg-Vorpommern - Was ist passiert – was dahinter steckt
Politik: Verfassungsänderung in Mecklenburg-Vorpommern
Schwerin () – Die SPD-Fraktion im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern hat gemeinsam mit den Fraktionen von Die Linke und Bündnis 90/Die Grünen einen Gesetzentwurf zur Änderung der Landesverfassung eingebracht. Ziel ist es, das Landesverfassungsgericht besser vor politischen Angriffen zu schützen.
Der Entwurf wird heute erstmals im Parlament beraten. Da für eine Verfassungsänderung eine Zweidrittelmehrheit erforderlich ist und die CDU-Fraktion bislang keine Zustimmung signalisiert hat, rief die Gewerkschaft Verdi zu einer Kundgebung auf dem Alten Garten in Schwerin auf.
Der SPD-Fraktionsvorsitzende Julian Barlen nahm an der Demonstration teil und erklärte, es gehe um den Rechtsstaat und darum, das Landesverfassungsgericht vor Attacken und Sabotage zu schützen.
Er verwies auf Beispiele in Thüringen, Polen, der Türkei und Ungarn, wo rechtspopulistische Kräfte den Rechtsstaat sabotieren wollten. Deshalb müssten Institutionen so geschützt werden, dass sie gar nicht erst sabotiert werden könnten.
Es sei gut, dass ein solch wichtiges Thema breit in der Öffentlichkeit debattiert werde.
Der eingereichte Entwurf sieht vor, dass die bisher nur im Landesverfassungsgerichtsgesetz enthaltenen Regelungen künftig Verfassungsrang erhalten. Zudem soll ein Ersatzwahlmechanismus für die Wahl von Verfassungsrichtern geschaffen werden.
Richterwahlen werden weiterhin mit Zweidrittelmehrheiten beschlossen. Sollten diese nicht zustande kommen, greift sechs Monate nach Ende der Amtszeit oder nach vorzeitigem Ausscheiden ein Mechanismus: Das Gericht selbst schlägt drei fachlich geeignete Kandidaten vor, aus denen der Landtag mit absoluter Mehrheit einen wählt.
Barlen kündigte an, bis Juli an einer gemeinsamen Lösung zu arbeiten und das parlamentarische Verfahren zu nutzen, um alle demokratischen Kräfte hinter dem Vorschlag zu versammeln.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- SPD-Fraktion in Mecklenburg-Vorpommern, Die Linke und Bündnis 90/Die Grünen bringen Gesetzentwurf zur Änderung der Landesverfassung ein.
- Ziel ist der Schutz des Landesverfassungsgerichts vor politischen Angriffen, Diskussion im Parlament beginnt.
- Gewerkschaft Verdi ruft zur Kundgebung auf, da CDU-Fraktion keine Zustimmung signalisiert hat.
Warum ist das wichtig?
- Schutz des Landesverfassungsgerichts vor politischen Angriffen
- Stärkung des Rechtsstaats und der demokratischen Institutionen
- Notwendigkeit einer breiten Debatte über die Verfassungsänderung
Wer ist betroffen?
- SPD-Fraktion im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern
- Fraktionen von Die Linke und Bündnis 90/Die Grünen
- Gewerkschaft Verdi
Zahlen/Fakten?
- Verfassungsänderung erfordert Zweidrittelmehrheit
- CDU-Fraktion hat bislang keine Zustimmung signalisiert
- Neuer Wahlmechanismus für Verfassungsrichter nach sechs Monaten bei Nichterreichung der Zweidrittelmehrheit
Wie geht’s weiter?
- Entwurf wird heute im Parlament beraten
- Bis Juli an einer gemeinsamen Lösung arbeiten
- Alle demokratischen Kräfte hinter dem Vorschlag versammeln
