Hessen - Was ist passiert – was dahinter steckt
Gesellschaft: Hessische Beratungsstelle gegen Hass im Netz
Wiesbaden () – Die hessische Landesregierung hat eine positive Zwischenbilanz ihrer neu ausgerichteten Anlauf- und Beratungsstelle gegen Hass und Hetze im Internet gezogen. Wie Innenminister Roman Poseck am Freitag mitteilte, sei die Umstellung der ehemaligen Meldestelle „HessengegenHetze“ auf eine reine Beratungsstelle erfolgreich verlaufen.
Die Neukonzeption war zum 11. Februar abgeschlossen worden.
In den ersten drei Monaten seien über 450 Hinweise eingegangen, was einem Rückgang des Aufkommens um mehr als 90 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspreche. Wöchentlich gingen nun rund 35 Meldungen ein, während es 2025 noch durchschnittlich 650 gewesen seien.
Poseck betonte, dass die Konzentration auf Fälle mit Hessenbezug und der Verzicht auf die Entgegennahme von Strafanzeigen zu einer „gewollten Konzentration auf das Wesentliche“ geführt habe. Die Stelle solle keine Plattform mehr für Nicht-Betroffene sein, die den Rechtsstaat instrumentalisieren wollten.
In den ersten Monaten wurden zehn Beratungsgespräche geführt, unter anderem zu strafrechtlichen Möglichkeiten bei Beleidigungen oder zum Löschen von Inhalten.
Betroffene Kommunalpolitiker seien an die Onlinewache oder die örtliche Polizei verwiesen worden. Poseck unterstrich, dass das Strafrecht die „ultima ratio“ bleibe und nicht vorschnell angewendet werden dürfe.
Die Meinungsfreiheit sei ein hohes Gut, und auch schwer erträgliche Beiträge könnten sich in der Regel darauf berufen.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Roman Poseck (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Hessische Landesregierung zieht positive Bilanz der Beratungsstelle gegen Hass im Internet.
- Über 450 Hinweise in drei Monaten; Rückgang um mehr als 90 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
- Fokussierung auf Hessenbezug und Verzicht auf Strafanzeigen zur Konzentration auf Wesentliches.
Warum ist das wichtig?
- Erfolgreiche Umstellung der Beratungsstelle verbessert den Umgang mit Hass und Hetze im Internet
- Deutlicher Rückgang der eingehenden Meldungen zeigt wirksame Prävention
- Fokussierung auf Hessenbezug fördert gezielte Hilfe für Betroffene
Wer ist betroffen?
- Kommunalpolitiker
- Personen mit Hessenbezug
- Nutzer, die von Hass und Hetze betroffen sind
Zahlen/Fakten?
- 450 Hinweise in den ersten drei Monaten
- Rückgang um mehr als 90 Prozent im Vergleich zum Vorjahr
- Wöchentlich rund 35 Meldungen im Vergleich zu 650 im Jahr 2025
Wie geht’s weiter?
- Weitere Beratungsgespräche planen
- Fokus auf Fälle mit Hessenbezug beibehalten
- Kontinuierliche Analyse der eingegangenen Hinweise und Anpassungen vornehmen
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