Hessen - Was ist passiert – was dahinter steckt
Gesundheitspolitik in Hessen: Herausforderungen und Forderungen
Wiesbaden () – Vor der Abstimmung im Bundesrat über das GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz hat Hessens Gesundheitsministerin Diana Stolz die Position des Landes dargelegt. Hessen unterstütze das Ziel einer stabilen Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung, teilte Stolz am Donnerstag mit.
Gleichzeitig machte sie deutlich, dass Finanzreform und Strukturreform zusammenpassen müssten und die laufenden Reformvorhaben nicht gegeneinander ausgespielt werden dürften.
Stolz betonte, dass der Erfolg der Finanzreform von einer fairen Verteilung der Sparbeiträge abhänge. Es sei nicht hinzunehmen, dass die Krankenversicherung von Bürgergeldempfängern zum Großteil von den Beitragszahlern der gesetzlichen Kassen gestemmt werde, während der Bund sich bei dieser gesamtgesellschaftlichen Aufgabe einen schlanken Fuß mache.
Zudem kritisierte die Ministerin die geplante Fixkostendegression, wonach Praxen ab einer bestimmten Patientenzahl für die gleiche Leistung schlechter vergütet werden. Hessen beantragt gemeinsam mit Bayern die Abschaffung dieser Regelung.
Weiterhin sprach sich Stolz gegen strukturelle Eingriffe in die Arzneimittelpreisbildung aus, die Innovationen und die Wettbewerbsfähigkeit des Pharmastandorts Deutschland beeinträchtigen könnten.
Sie forderte zudem, Prävention, Früherkennung und psychotherapeutische Versorgung nicht den Sparzielen zu opfern. Auch bei der Krankenhausreform mahnte die Ministerin mehr Planungssicherheit und einen Abbau bürokratischer Vorgaben an.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Krankenhausbett (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Hessens Gesundheitsministerin Diana Stolz legt die Position des Landes zum GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz dar.
- Hessen unterstützt eine stabile Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung und fordert eine faire Verteilung der Sparbeiträge.
- Stolz kritisiert die geplante Fixkostendegression und fordert mehr Planungssicherheit bei der Krankenhausreform.
Warum ist das wichtig?
- Unterstützung einer stabilen Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung
- Notwendigkeit einer fairen Verteilung der Sparbeiträge
- Forderung nach mehr Planungssicherheit und Abbau bürokratischer Vorgaben in der Gesundheitsreform
Wer ist betroffen?
- Bürgergeldempfänger
- Beitragszahler der gesetzlichen Kassen
- Praxen mit bestimmten Patientenzahlen
Zahlen/Fakten?
- Hessen unterstützt stabile Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung
- Finanzreform und Strukturreform müssen zusammenpassen
- Kritik an der Fixkostendegression und Antrag auf Abschaffung dieser Regelung
Wie geht’s weiter?
- Stabilität der gesetzlichen Krankenversicherung sicherstellen
- Abschaffung der Fixkostendegression beantragen
- Schutz der Prävention und psychotherapeutischen Versorgung vor Sparzielen
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