Brandenburg - Was ist passiert – was dahinter steckt
Digitalisierung im Jurastudium in Potsdam
Potsdam () – An der Universität Potsdam hat am Freitag die erste digitale Klausur an der Juristischen Fakultät stattgefunden. Etwa 30 Studierende des ersten Semesters schrieben im PC-Pool mit der Prüfungssoftware EDUTIEK Übungsklausuren und konnten dabei ein kostenloses Online-Gesetzbuch nutzen.
Neben der herkömmlichen Korrektur durch Menschen wird auch eine KI-unterstützte Auswertung erprobt, die vom bundesweiten Forschungsnetzwerk „DigitalProjekt“ entwickelt wird. Ziel sei es, Bewertungen von juristischen Prüfungen mithilfe unterstützender KI-Systeme objektiver und damit fairer zu machen, teilte die Universität mit.
Die Probeklausur markiere einen wichtigen Schritt auf dem Weg zu digitaler Unterstützung im Jurastudium, sagte Susanne Hähnchen, die die Veranstaltung organisiert hat.
Gemeinsam mit Kollegen aus Berlin, Bielefeld, Köln, München und Passau begleitet sie die Klausur wissenschaftlich. Im Zentrum der Untersuchungen stünden die durch KI generierten Noten sowie Korrekturanmerkungen.
Erste Ergebnisse aus Probeklausuren in Bielefeld und München seien bereits in der Zeitschrift „Ordnung der Wissenschaft“ veröffentlicht worden.
„Wir konnten zeigen, dass KI-Korrekturen bereits jetzt bedeutende Vorteile bieten, sowohl mit Blick auf objektive Noten als auch auf die Individualität und den Umfang des Feedbacks für die Studierenden“, sagte Erstautor Michael Strecker. Examensrelevante Bewertungen sollten in der Letztverantwortung aber stets Menschen vornehmen.
Im Nachgang zur Probeklausur in Potsdam solle nun vertieft die inhaltliche Qualität des KI-Feedbacks untersucht werden. Als Gäste waren unter anderem Vertreter des Gemeinsamen Justizprüfungsamtes Berlin-Brandenburg und des brandenburgischen Wissenschaftsministeriums anwesend.
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