Staatsanwaltschaft erhebt zweite Anklage wegen Misshandlungen in JVA Gablingen

16. April 2026
1 min Lesezeit

Staatsanwaltschaft erhebt zweite Anklage wegen Misshandlungen in JVA Gablingen

Bayern - Was ist passiert – was dahinter steckt

Gesellschaft: Misshandlungen im Augsburger Gefängnis

() – Die Staatsanwaltschaft Augsburg hat eine weitere Anklage im Zusammenhang mit mutmaßlichen Misshandlungen in der Justizvollzugsanstalt Augsburg-Gablingen erhoben. Wie die Behörde am Donnerstag mitteilte, wurden zehn ehemalige Mitglieder der Sicherungsgruppe (SiG) wegen Körperverletzung im Amt, Freiheitsberaubung und Nötigung angeklagt.

Den Beschuldigten wird vorgeworfen, in wechselnder Beteiligung zwischen Oktober 2022 und Oktober 2024 in insgesamt 39 Fällen Straftaten zum Nachteil von 35 Gefangenen begangen zu haben.

Die Vorwürfe umfassen körperliche Misshandlungen, unrechtmäßige Unterbringungen in besonders gesicherten Hafträumen und das Vorenthalten der Mindestausstattung wie Matratzen.

Ein Teil der Angeschuldigten soll zudem an Übergriffen auf Gefangene in der Jugendstrafvollzugsanstalt Neuburg-Herrenwörth im Oktober 2024 beteiligt gewesen sein. Die Staatsanwaltschaft wirft den ehemaligen Bediensteten vor, im bewussten Zusammenwirken mit der bereits anderweitig angeklagten ehemaligen stellvertretenden Anstaltsleiterin gehandelt zu haben. Über die Zulassung der Anklage entscheidet nun das Landgericht Augsburg.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Polizei (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Staatsanwaltschaft Augsburg erhebt Anklage gegen zehn ehemalige Mitglieder der Sicherungsgruppe wegen Körperverletzung, Freiheitsberaubung und Nötigung.
  • Die Beschuldigten sollen in 39 Fällen Straftaten gegen 35 Gefangene begangen haben, darunter körperliche Misshandlungen und unrechtmäßige Unterbringungen.
  • Teil der Angeschuldigten ist auch an Übergriffen in der Jugendstrafvollzugsanstalt Neuburg-Herrenwörth beteiligt gewesen.

Warum ist das wichtig?

  • Aufarbeitung von Misshandlungen im Justizvollzug wichtig für Rechtssicherheit und Menschenrechte
  • Prävention zukünftiger Übergriffe auf Gefangene entscheidend für Glaubwürdigkeit des Justizsystems
  • Verantwortung der Justizbehörden zur Wahrung von Schutzmaßnahmen für Insassen erforderlich

Wer ist betroffen?

  • zehn ehemalige Mitglieder der Sicherungsgruppe (SiG)
  • 35 Gefangene
  • ehemalige stellvertretende Anstaltsleiterin

Zahlen/Fakten?

  • Zehn ehemalige Mitglieder der Sicherungsgruppe angeklagt
  • Straftaten in 39 Fällen zum Nachteil von 35 Gefangenen
  • Körperverletzung, Freiheitsberaubung und Nötigung als Vorwürfe

Wie geht’s weiter?

  • Entscheidung des Landgerichts Augsburg zur Anklage steht aus
  • Mögliche weitere Ermittlungen aufgrund der Vorwürfe
  • Verhandlungen könnten bald beginnen
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

Don't Miss