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Medizinische Forschung in Erlangen: Rückenmarksstimulation
Erlangen () – Forschende der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg haben in einer aktuellen Studie konzeptionelle Schwächen etablierter Verfahren der elektrischen Rückenmarksstimulation aufgezeigt. Die Ergebnisse, die im Fachjournal Nature Biomedical Engineering veröffentlicht wurden, basieren auf elektrophysiologischen Untersuchungen am Menschen sowie hochdetaillierten Computermodellen des menschlichen Körpers.
Die Studie soll dazu beitragen, medizintechnische Anwendungen zu verbessern.
Die elektrische Stimulation des Rückenmarks hat in den letzten Jahren große Fortschritte gemacht, insbesondere bei der Behandlung von Querschnittslähmungen. Während invasive Verfahren, die nahe an den Nervenwurzeln platziert werden, gezielt Neuronen aktivieren, hat sich auch die nicht-invasive Stimulation durch Elektroden auf der Haut als vielversprechend erwiesen.
Klinische Studien zeigen, dass Patienten mit Querschnittslähmung durch diese Methode motorische Funktionen teilweise zurückgewinnen können.
Die Forschenden haben jedoch festgestellt, dass wenig fundiertes Wissen darüber existiert, warum diese Produkte funktionieren und wie sie gezielt angewendet werden sollten. Die Ergebnisse legen nahe, dass die verbreitete Verwendung hochfrequenter Stimulationspulse nicht optimal ist, da sie weniger effektiv auf die entscheidenden Nervenfasern wirken.
Die Studie plädiert für eine Neubewertung der bestehenden Verfahren, um das volle Potenzial zur Wiederherstellung motorischer Funktionen auszuschöpfen.
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