Baywa: Genossenschaftspräsident für Fokus auf Agrar und Baustoffe

15. Juli 2026
1 min Lesezeit

Wirtschaft: BayWa-Sanierung in

() – Bayerns Genossenschaftspräsident Stefan Müller wirbt bei den Gläubigern für das neue Sanierungskonzept für den angeschlagenen BayWa-Konzern. „Die Alternative wäre ein Totalschaden gewesen“, sagte Müller dem „Handelsblatt“.

Eigentümer und Banken haben sich demnach grundsätzlich auf ein neues Rettungspaket geeinigt, das einen möglichen Schuldenschnitt sowie eine weitere Kapitalspritze der genossenschaftlichen Mehrheitseigentümer vorsieht.

Nun ist die Zustimmung aller Gläubiger nötig.

Den bisherigen Schaden für den Genossenschaftssektor in Deutschland und bezifferte Müller auf deutlich unter einer Milliarde Euro. Die genossenschaftlichen Eigentümer hätten bereits rund 550 Millionen Euro über Kapitalerhöhungen und andere Maßnahmen beigetragen.

„Wenn wir eines Tages die Aktien vollständig abschreiben müssten – was offen ist, weil wir die künftige Entwicklung nicht kennen -, dann könnten wir diese Schwelle vielleicht erreichen“, sagte Müller.

Zugleich drängt der Genossenschaftspräsident auf eine rasche Besetzung des seit Monaten vakanten CEO-Postens. BayWa solle sich künftig auf Agrarhandel, Landtechnik und Baustoffe konzentrieren – und brauche dafür eine Führungspersönlichkeit, die das Kerngeschäft vorantreibe, nicht nur die Sanierung verwalte.

Müller sieht Managementfehler bei der schuldenfinanzierten Expansion in erneuerbare Energien.

Ob auch der Aufsichtsrat versagt habe, werde derzeit geprüft.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Mähdrescher (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Baywa: Genossenschaftspräsident für Fokus auf Agrar und Baustoffe

Bayern - Was ist passiert – was dahinter steckt

Was ist passiert?

  • Bayerns Genossenschaftspräsident Stefan Müller wirbt bei Gläubigern für das neue Sanierungskonzept des angeschlagenen BayWa-Konzerns
  • Eigentümer und Banken einigten sich grundsätzlich auf ein neues Rettungspaket mit möglichem Schuldenschnitt und weiterer Kapitalspritze, nun ist die Zustimmung aller Gläubiger erforderlich
  • Müller beziffert den bisherigen Schaden für den Genossenschaftssektor auf deutlich unter einer Milliarde Euro und fordert eine rasche Besetzung des vakanten CEO-Postens

Warum ist das wichtig?

  • Verhindert einen Totalschaden für den BayWa-Konzern durch ein neues Sanierungskonzept mit möglichem Schuldenschnitt und weiterer Kapitalspritze
  • Verringert den bisherigen Schaden für den Genossenschaftssektor in Deutschland und Österreich auf deutlich unter eine Milliarde Euro
  • Erfordert die Zustimmung aller Gläubiger und eine rasche Besetzung des CEO-Postens zur Konzentration auf das Kerngeschäft

Wer ist betroffen?

  • Eigentümer des Genossenschaftssektors in Deutschland und Österreich
  • Banken
  • Gläubiger von BayWa

Zahlen/Fakten?

  • Schuldenschnitt sowie weitere Kapitalspritze der genossenschaftlichen Mehrheitseigentümer
  • Zustimmung aller Gläubiger nötig
  • Schaden für den Genossenschaftssektor deutlich unter 1 Milliarde Euro; bislang rund 550 Millionen Euro beigetragen

Wie geht’s weiter?

  • Zustimmung aller Gläubiger zum neuen Rettungspaket mit möglichem Schuldenschnitt und weiterer Kapitalspritze ist erforderlich
  • CEO-Posten soll rasch besetzt werden; BayWa soll sich künftig auf Agrarhandel, Landtechnik und Baustoffe konzentrieren
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