VW-Chef Blume: Werkschließungen nicht die einzige Lösung

12. Juli 2026
1 min Lesezeit

Wirtschaft: Volkswagen und Jobs in

() – Im Ringen um die Zukunft von zehntausenden Arbeitsplätzen bei Volkswagen sucht Konzernchef Oliver Blume nach Auswegen aus der drohenden Schließungswelle von Werken.

„Es gibt intelligentere Lösungen, als Werke zu schließen“, sagte Blume der „Bild am Sonntag“. Konkret geht es um die Frage, ob VW seine Werke in , Emden, und Neckarsulm schließen wird. Ein Sparprogramm an den deutschen Produktionsstandorten zeige laut Blume bereits Wirkung: „Unsere Fabrikkosten in Deutschland konnten wir allein im vergangenen Jahr um durchschnittlich 20 Prozent verbessern. Ein starker Fortschritt.“

Hoffnung mache zudem die neue Elektroflotte. „Von unserer neuen Einstiegsfamilie um den ID. Polo haben wir über 50.000 Autos in den ersten 4 Wochen verkauft. Wir sind klarer Marktführer in Europa – bei Verbrennern und vollelektrischen Fahrzeugen“, so Blume. Sorgen bereitet dem VW-Chef die Weltlage: „Unser Umfeld war noch nie so anspruchsvoll und risikobehaftet wie heute. Geopolitische Spannungen, Handelsbarrieren, Regulatorik, Marktumbrüche und intensive Konkurrenz.“

Insgesamt steht bei VW der Abbau von bis zu 120.000 Jobs weltweit im Raum, die Streichung von 50.000 Stellen ist bereits beschlossen. Blume fordert weitere Einschnitte und eine Verkleinerung der Produktpalette. Er sagte, die Produkte seien sehr beliebt, man verdiene nur zu wenig Geld damit. Deshalb müsse man die Kosten weiter reduzieren – in allen Kostenarten. Er fügte hinzu: „Zukünftig wollen wir den Absatz pro Modell steigern. Dafür straffen wir konsequent unser Produkt-Portfolio.“ Gleichzeitig nimmt er die Politik in die Pflicht: „Uns geht es dabei immer auch um den Industriestandort Deutschland. Alle müssen anpacken. Transformation ist eine gesellschaftliche Gemeinschaftsaufgabe.“

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: VW-Werk (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

VW-Chef Blume: Werkschließungen nicht die einzige Lösung

Wirtschaft - Was ist passiert – was dahinter steckt

Was ist passiert?

  • VW-Chef Oliver Blume sucht Auswege aus einer drohenden Schließungswelle von Werken in Zwickau, Emden, Hannover und Neckarsulm
  • Ein Sparprogramm senkt laut Blume die Fabrikkosten in Deutschland um durchschnittlich 20 Prozent, gleichzeitig wird über den Abbau von bis zu 120.000 Jobs weltweit verhandelt
  • Blume nennt als Gründe für Einschnitte Kostenreduktion und fordert eine Verkleinerung des Produktportfolios sowie mehr politische Unterstützung für den Industriestandort Deutschland

Warum ist das wichtig?

  • Um mögliche Werkschließungen bei VW abzuwenden und damit zehntausende Arbeitsplätze zu sichern
  • Durch ein Sparprogramm mit 20 Prozent niedrigeren Fabrikkosten in Deutschland Kosten zu senken und so die Konkurrenzfähigkeit zu verbessern
  • Abbau von Stellen und weitere Produktionsanpassungen durch eine gestraffte Produktpalette sowie politische Unterstützung für den Industriestandort Deutschland zu ermöglichen

Wer ist betroffen?

  • Beschäftigte und Arbeitskräfte bei Volkswagen weltweit in den betroffenen Werken Zwickau, Emden, Hannover und Neckarsulm
  • VW-Belegschaft, bei der bis zu 120.000 Jobs abgebaut werden sollen bzw. 50.000 Stellen bereits beschlossen sind

Zahlen/Fakten?

  • 20 Prozent Fabrikkostenverbesserung in Deutschland im vergangenen Jahr
  • 50.000 Autos in den ersten 4 Wochen mit der neuen Einstiegsfamilie um den ID. Polo
  • Bis zu 120.000 Jobs weltweit Abbau im Raum; 50.000 Stellenstreichungen bereits beschlossen

Wie geht’s weiter?

  • Blume will Werke nicht schließen und sucht intelligentere Lösungen als eine Schließungswelle
  • VW will Kosten weiter senken, Produktpalette verkleinern und den Absatz pro Modell steigern sowie das Portfolio konsequent straffen
  • Politik soll mit anpacken, da Transformation eine gesellschaftliche Gemeinschaftsaufgabe ist
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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