Wirtschaft - Was ist passiert – was dahinter steckt
Wirtschaft: Uneinheitliche US-Börsenentwicklung in New York
New York () – Die US-Börsen haben sich am Mittwoch uneinheitlich gezeigt. Zu Handelsende in New York wurde der Dow mit 48.862 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von 0,6 Prozent im Vergleich zum vorherigen Handelstag.
Die US-Zentralbank Federal Reserve hat bei ihrer Sitzung am Mittwoch den Leitzins unverändert gelassen. So gespalten wie bei dieser Entscheidung waren die Mitglieder des Offenmarktausschusses zuletzt 1992. Bei der Prüfung des Umfangs und des Zeitpunkts weiterer Anpassungen werde der Ausschuss die eingehenden Daten, die sich abzeichnenden Aussichten und die Risikobilanz sorgfältig bewerten, heißt es in der Erklärung der Ausschussmehrheit. Drei Mitglieder stießen sich an der Formulierung, weil sie eine Tendenz zur Lockerung enthalte. Hintergrund ist das gestiegene Inflationsrisiko durch die Ölkrise. Einem Notenbanker ging es hingegen mit der Lockerung nicht schnell genug, er plädierte für eine Leitzinssenkung.
Derweil billigte der zuständige Senatsausschuss den Kandidaten von US-Präsident Donald Tump für die Nachfolge von Jerome Powell als Chef der Zentralbank. Damit ist nur noch die Zustimmung des Plenums des Senats nötig, damit Kevin Warsh Mitte Mai neuer Fed-Chef werden kann.
Powell erklärte am Abend, dass er als Gouverneur im Vorstand der Notenbank bleiben wolle. Er sehe keine andere Wahl, als angesichts einer Reihe von rechtlichen Angriffen auf die Federal Reserve im Amt zu bleiben. „Diese rechtlichen Schritte der Regierung sind in unserer 113-jährigen Geschichte beispiellos“, sagte Powell. „Ich befürchte, dass diese Angriffe die Institution erschüttern und das gefährden, was für die Öffentlichkeit wirklich zählt, nämlich die Fähigkeit, Geldpolitik zu betreiben, ohne politische Faktoren zu berücksichtigen.“
Der Ölpreis stieg unterdessen stark: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Mittwochabend gegen 22 Uhr deutscher Zeit 119,80 US-Dollar, das waren 7,6 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags. Hintergrund sind Berichte, wonach US-Präsident Donald Trump eine Verlängerung der Iran-Blockade um mehrere Monate für möglich hält.
Die europäische Gemeinschaftswährung war am Mittwochabend schwächer: Ein Euro kostete 1,1677 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8564 Euro zu haben.
Der Goldpreis ließ deutlich nach, am Abend wurden für eine Feinunze 4.546 US-Dollar gezahlt (-1,1 Prozent). Das entspricht einem Preis von 125,17 Euro pro Gramm.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Wallstreet |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- US-Börsen zeigten sich uneinheitlich; Dow minus 0,6 Prozent.
- Federal Reserve ließ Leitzins unverändert; gespaltene Meinungen im Ausschuss.
- Ölpreis stieg um 7,6 Prozent, während Euro schwächer war.
Warum ist das wichtig?
- Wichtige wirtschaftliche Indikatoren wie Leitzinsen und Ölpreise beeinflussen Märkte.
- Entscheidungen der Federal Reserve haben weitreichende Auswirkungen auf Geldpolitik und Marktverhalten.
- Veränderungen im Vorstand der Federal Reserve können zukünftige geldpolitische Strategien beeinflussen.
Wer ist betroffen?
- US-Zentralbank Federal Reserve
- US-Präsident Donald Trump
- Kevin Warsh als Kandidat für Fed-Chef
Zahlen/Fakten?
- Dow: 48.862 Punkte, Minus 0,6 Prozent
- S&P 500: rund 7.136 Punkte, wenige Punkte im Minus
- Nasdaq 100: rund 27.187 Punkte, Plus 0,6 Prozent
- Ölpreis: 119,80 US-Dollar pro Fass, Plus 7,6 Prozent
- Euro: 1,1677 US-Dollar
- Goldpreis: 4.546 US-Dollar pro Feinunze, Minus 1,1 Prozent
Wie geht’s weiter?
- Beobachtung der rezenten Marktbewegungen und Zinsanpassungen der Federal Reserve
- Zukünftige Entwicklungen der Ölpreise und deren Einflüsse auf die Märkte
- Bestätigung der neuen Fed-Chef-Kandidatur und deren mögliche Auswirkungen auf die Geldpolitik
- Backhaushohl in Mainz wird wegen Deckensanierung voll gesperrt - 29. April 2026
- Rund 305.000 Euro für Flurbereinigung in Steinberg-Deckenhardt - 29. April 2026
- Sperrbereich um Buckelwal in der Kirchsee aufgehoben - 29. April 2026

