Umfrage: Jeder Zweite offen für klimaneutralen Industrieumbau

13. Januar 2026
1 min Lesezeit

Umfrage: Jeder Zweite offen für klimaneutralen Industrieumbau

Wirtschaft - Was ist passiert – was dahinter steckt

Gesellschaft: Akzeptanz für Klimawandel im Ruhrgebiet

() – Knapp die Hälfte der Deutschen (47,5 Prozent) befürwortet den Umbau der Industrie hin zur Klimaneutralität, auch wenn er direkt in ihrer Nachbarschaft umgesetzt wird. Das geht aus einer neuen Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) hervor, über die die Zeitungen der Funke-Mediengruppe berichten.

Demnach lehnt nur jeder Siebte (14 Prozent) die Maßnahmen ab, 38 Prozent sind unentschlossen. Eine frühzeitige und transparente Information über infrastrukturelle Veränderungen stärkt laut Studie die Akzeptanz, besonders bei Unentschlossenen. Grundlage für die Auswertung ist eine deutschlandweite Befragung des IW unter 2.180 Personen.

Zum industriellen Wandel gehören unter anderem der Ausbau von Stromtrassen, Wasserstoff- und CO2-Netzen, neue Windräder und Solarparks sowie Anpassungen bestehender Industrieanlagen. Trotz der erwartbar weitreichenden Eingriffe bewertet laut Studie nur ein kleiner Teil der Bevölkerung diese Entwicklungen kritisch.

Rund ein Viertel der Bevölkerung lebt laut der Analyse in Regionen, in denen größere infrastrukturelle Veränderungen anstehen. Doch auch in diesen Gebieten lehnen demnach nur etwa 18 Prozent die geplanten Maßnahmen ab. Gleichzeitig unterschätzten fast 70 Prozent der Menschen, wie stark ihre eigene Region betroffen ist. Auch bei klarer Information über anstehende Umbauten steigt laut Studie die Ablehnung nicht. In wenig betroffenen Regionen erhöhe eine transparente Information über die geringe oder fehlende Betroffenheit sogar die Zustimmung. Eine Ausnahme bilden AfD-Sympathisanten: Zusätzliche Informationen zeige bei ihnen keinen messbaren Effekt, weder in die eine noch in die andere Richtung.

„Die Politik darf keine Angst haben, in den Dialog zu gehen und das Ausmaß der infrastrukturellen Veränderung transparent zu kommunizieren“, sagte IW-Experte Matthias Diermeier. „So lässt sich der Gefahr entgegenwirken, dass kritische Minderheiten lokale Meinungsführerschaften erringen und die notwendigen Anstrengungen zur Klimaneutralität torpedieren.“

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Ruhrgebiet (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • 47,5 Prozent der Deutschen befürworten den Umbau der Industrie zur Klimaneutralität.
  • 14 Prozent lehnen die Maßnahmen ab, 38 Prozent sind unentschlossen.
  • Transparente Informationen erhöhen die Akzeptanz und Zustimmung, auch in stark betroffenen Regionen.

Warum ist das wichtig?

  • Unterstützung für klimaneutrale Industrie ist hoch, selbst bei regionalen Veränderungen.
  • Transparente Information verbessert Akzeptanz und verringert Ablehnung von Maßnahmen.
  • Frühzeitiger Dialog kann kritische Minderheiten und Widerstände minimieren.

Wer ist betroffen?

  • knapp die Hälfte der Deutschen
  • rund ein Viertel der Bevölkerung in betroffenen Regionen
  • AfD-Sympathisanten

Zahlen/Fakten?

  • 47,5 % der Deutschen befürworten den Umbau der Industrie zur Klimaneutralität
  • 14 % lehnen die Maßnahmen ab
  • 38 % sind unentschlossen
  • 2.180 Personen wurden deutschlandweit befragt
  • 18 % der Bevölkerung in betroffenen Regionen lehnen geplante Maßnahmen ab
  • Fast 70 % unterschätzen die Betroffenheit ihrer Region

Wie geht’s weiter?

  • Transparente Informationen über Veränderungen kommunizieren
  • Dialog mit der Bevölkerung suchen
  • Akzeptanz der Maßnahmen stärken
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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