Tennet: Staatlicher Einstieg erleichtert Netzausbau

3. Februar 2026
1 min Lesezeit

Tennet: Staatlicher Einstieg erleichtert Netzausbau

Wirtschaft - Was ist passiert – was dahinter steckt

Energiepolitik und Infrastruktur in Deutschland

Bayreuth () – Der Chef von Tennet Germany, Tim Meyerjürgens, hat die Vorteile des angekündigten staatlichen Einstiegs bei Tennet hervorgehoben. „Wenn langfristig wettbewerbsfähig sein will, geht das nur mit einer starken Energieinfrastruktur“, sagte er dem „Handelsblatt“ (Mittwochausgabe). Und der Bund trage das finanziell mit. „Zudem stärkt die breite Eigentümerbasis die Bonität von Tennet Germany und schafft die Grundlage für eine langfristig günstige Finanzierung am Kapitalmarkt.“ Meyerjürgens erläuterte: „Mit dem Staat als Investor können wir die Netze günstiger ausbauen.“

Es gehe aber auch darum, ein Zeichen gegenüber internationalen Investoren zu setzen: „Ein Staat, der sich selbst in einem seiner wichtigsten Infrastrukturprojekte engagiert, sendet das Signal, dass hier mit verlässlichen Rahmenbedingungen zu rechnen ist.“ Gleichzeitig spielten offenbar strategische Motive eine Rolle beim Staatseinstieg. Meyerjürgens sagt: „Energiepolitik ist heute knallharte Sicherheits-, Industrie- und Standortpolitik.“

Der Bund hatte 2024 unter der Ampel-Bundesregierung schon einmal einen Anlauf genommen, bei Tennet Germany einzusteigen. Damals scheiterte der Kauf kurz vor dem Abschluss. Aus Regierungskreisen hieß es, es habe am Kaufpreis gelegen. Meyerjürgens sagte: „Der Kaufpreis basiert auf einer fairen Marktbewertung, und das wäre 2024 nicht anders gewesen. Dass es 2024 nicht geklappt hat, hatte politische Gründe.“

Die KfW hat am Dienstag im Auftrag der Bundesregierung den Vertrag zum Erwerb eines Anteils von 25,1 Prozent an der Tennet Germany von der niederländischen Tennet Holding unterzeichnet. Mit über 14.000 Trassenkilometern betreibt Tennet Germany das größte deutsche Strom-Übertragungsnetz.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Strommast (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Der Staat plant, einen Anteil von 25,1 Prozent an Tennet Germany zu erwerben.
  • Der CEO von Tennet Germany hebt die Vorteile des Staateinstiegs für die Energieinfrastruktur hervor.
  • Der letzte Versuch eines Staatskaufs im Jahr 2024 scheiterte aus politischen Gründen.

Warum ist das wichtig?

  • Stärkung der Energieinfrastruktur für langfristige Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands
  • Verbesserung der Bonität und Finanzierungsmöglichkeiten durch staatlichen Einstieg
  • Signalwirkung an internationale Investoren über verlässliche Rahmenbedingungen

Wer ist betroffen?

  • Tennet Germany
  • Bundesinvestoren
  • internationale Investoren

Zahlen/Fakten?

  • 25,1 Prozent Anteilserwerb an Tennet Germany
  • Über 14.000 Trassenkilometer für das größte deutsche Strom-Übertragungsnetz
  • Staatseinstieg soll die Bonität von Tennet Germany stärken

Wie geht’s weiter?

  • Ausbau der Energieinfrastruktur mit staatlicher Unterstützung
  • Signalwirkung für internationale Investoren durch staatliches Engagement
  • Politische und strategische Motive hinter dem Staatseinstieg
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