Studie: Tankrabatt erreicht kaum Bedürftige und erhöht Nachfrage

17. April 2026
1 min Lesezeit

Studie: Tankrabatt erreicht kaum Bedürftige und erhöht Nachfrage

Wirtschaft - Was ist passiert – was dahinter steckt

Wirtschaftliche Auswirkungen des Tankrabatts in Aachen

() – Eine Studie der RWTH Aachen kommt zu dem Ergebnis, dass der von der Bundesregierung beschlossene Tankrabatt nur wenig zielgerichtet ist.

Wie die Hochschule am Freitag mitteilte, erreichen lediglich 8,6 Prozent der staatlichen Entlastungsmittel Haushalte, die als energiearm gelten. Die monatlichen Kosten für den Rabatt liegen bei etwa 330 Millionen Euro.

Die durchschnittliche Entlastung für einen Haushalt mit Verbrennerauto beträgt knapp 11 Euro im Monat. Allerdings geht der Großteil der Mittel an Haushalte ohne entsprechende finanzielle Belastung, wie Karl Seeger vom Lehrstuhl für Energiesystemökonomik erklärte. Die Studie basiert auf Daten des Statistischen Bundesamtes und des Sozio-oekonomischen Panels.

Ein weiteres zentrales Ergebnis ist der Effekt auf das Nachfrageverhalten. Demnach steigt der Kraftstoffverbrauch privater Haushalte durch den Rabatt um rund zwei Prozent. Angesichts der aktuellen Knappheit bei Rohölimporten aus dem Nahen Osten könne diese zusätzliche Nachfrage die Situation verschärfen und preistreibend wirken, so Aaron Praktiknjo von der RWTH. Der Tankrabatt sei daher keine zielgerichtete Maßnahme zur Entlastung bedürftiger Haushalte.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Tankstelle (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Studie der RWTH Aachen zeigt, dass nur 8,6 Prozent der Entlastungsmittel energiearme Haushalte erreichen.
  • Monatliche Kosten für den Tankrabatt liegen bei etwa 330 Millionen Euro; durchschnittliche Entlastung pro Haushalt beträgt knapp 11 Euro.
  • Rabatt führt zu einem Anstieg des Kraftstoffverbrauchs um rund zwei Prozent, was die Situation bei Rohölimporten verschärfen könnte.

Warum ist das wichtig?

  • Geringe Zielgenauigkeit der Entlastungsmaßnahmen für energiearme Haushalte
  • Erhöhung des Kraftstoffverbrauchs und mögliche Verschärfung der Rohölknappheit

Wer ist betroffen?

  • einkommensschwache Haushalte
  • Haushalte mit Verbrennerautos
  • Haushalte ohne finanzielle Belastung

Zahlen/Fakten?

  • 8,6 Prozent der staatlichen Entlastungsmittel erreichen energiearme Haushalte
  • Monatliche Kosten für den Rabatt liegen bei etwa 330 Millionen Euro
  • Durchschnittliche Entlastung für einen Haushalt mit Verbrennerauto beträgt knapp 11 Euro im Monat

Wie geht’s weiter?

  • Weiterführende Untersuchungen zur Effektivität des Tankrabatts anstoßen
  • Alternativen zur gezielten Entlastung von energiearmen Haushalten prüfen
  • Auswirkungen auf den Kraftstoffverbrauch und die Marktentwicklung beobachten
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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