Städtetag verlangt Einbindung der Kommunen bei Galeria-Gesprächen

24. Juli 2026
1 min Lesezeit

Wirtschaft: Galeria-Kaufhof in

Berlin () – Nach der Ankündigung von Galeria, bundesweit 33 Warenhäuser auf ihre Rentabilität zu prüfen, hat der Deutsche Städtetag eine frühzeitige Einbindung der Kommunen gefordert. „Noch ist über die Zukunft der einzelnen Standorte nicht abschließend entschieden“, sagte Hauptgeschäftsführer Christian Schuchardt den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Freitagausgaben).

Wichtig sei, dass die Städte schnell in die Gespräche zur Zukunft der Filialen eingebunden würden. Das habe sich bereits in früheren Restrukturierungsrunden bewährt, um individuelle Lösungen für Standorte sowie für die Mitarbeiter zu finden, so Schuchardt.

Die angeschlagene Warenhauskette hatte in dieser Woche bekanntgegeben, 33 ihrer noch 83 Filialen auf den Prüfstand stellen zu wollen. An den betroffenen Standorten will das Unternehmen mit den Vermietern über Mietkonditionen und Flächenanpassungen verhandeln. Kommt keine Einigung zustande, könnte die jeweilige Filiale geschlossen werden. Als entscheidende Kriterien nennt Galeria die Mietbelastung und die Ertragskraft der Häuser. Parallel werden nach Unternehmensangaben auch Umzüge in andere Immobilien oder Neueröffnungen geprüft.

Schuchardt verwies darauf, dass jeder Standort vor unterschiedlichen Herausforderungen stehe. Grundsätzlich setze dem Unternehmen jedoch vor allem die zunehmende Konkurrenz durch den Online-Handel zu. Das schmälere Umsatz und Ertragskraft und erschwere Investitionen in einzelne Häuser. Hinzu kämen vielfach hohe Mietforderungen und langfristige Verträge mit den Immobilieneigentümern. „Am besten wäre es natürlich, wenn es eine tragfähige Lösung mit den Vermietern gibt und Standorte eins zu eins erhalten bleiben“, sagte Schuchardt.

„Sollten im Fall der Fälle einzelne Filialen nicht erhalten werden können, braucht es zügige und schlüssige Konzepte für die Folgenutzung, damit keine Abwärtsspiralen für betroffene Innenstadtquartiere beginnen“, sagte Schuchardt. Die Transformation der Innenstädte sei aber kein Selbstläufer. Städte, Handel, Immobilienwirtschaft und Stadtgesellschaft seien gefordert, gemeinsam neue Konzepte auf den Weg zu bringen.

Der Städtetag appellierte deshalb an Bund und Länder, ihre Programme zur Förderung der Innenstädte weiterzuentwickeln. Förderprogramme müssten so konzipiert werden, dass ganzheitliche Lösungen, bei denen sowohl private Investitionen als auch öffentliche zusammenwirken können, stärker gefördert würden als bisher, ergänzte Schuchardt. Nach früheren Galeria-Schließungen waren an zahlreichen Standorten ehemalige Warenhäuser unter anderem zu Mischimmobilien mit Einzelhandel, Büros, Wohnungen, Kultur- oder Bildungseinrichtungen umgebaut worden oder befinden sich noch in der Entwicklung.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Galeria Kaufhof (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Städtetag verlangt Einbindung der Kommunen bei Galeria-Gesprächen

Wirtschaft - Was ist passiert – was dahinter steckt

Was ist passiert?

  • Galeria kündigt an, bundesweit 33 von noch 83 Warenhaus-Filialen auf ihre Rentabilität prüfen zu lassen und mit Vermietern über Mietkonditionen und Flächenanpassungen zu verhandeln
  • Falls keine Einigung gelingt, könnten einzelne Filialen geschlossen werden, abhängig von Kriterien wie Mietbelastung und Ertragskraft, zudem werden Umzüge in andere Immobilien oder Neueröffnungen geprüft
  • Der Deutsche Städtetag fordert eine frühzeitige Einbindung der Kommunen sowie zügige Konzepte für die Folgenutzung, außerdem Appell an Bund und Länder, Förderprogramme für Innenstädte weiterzuentwickeln

Warum ist das wichtig?

  • Kommunen sollen frühzeitig in die Gespräche zu den Galeria-Standorten eingebunden werden, damit individuelle Lösungen für Standorte und Mitarbeiter gefunden werden können
  • Zügige und schlüssige Konzepte für die Folgenutzung sind wichtig, damit bei möglichen Schließungen keine Abwärtsspiralen für Innenstadtquartiere entstehen
  • Bund und Länder sollen Förderprogramme für Innenstädte weiterentwickeln, sodass ganzheitliche Lösungen mit stärkerer Einbindung von privaten und öffentlichen Investitionen unterstützt werden

Wer ist betroffen?

  • Kommunen (Städte), die schnell in die Gespräche zur Zukunft der Galeria-Filialen eingebunden werden sollen
  • Mitarbeiter der betroffenen Galeria-Standorte
  • Betroffene Innenstadtquartiere bei möglichen Filialschließungen und fehlender Folgenutzung

Zahlen/Fakten?

  • Galeria prüft 33 von noch 83 Filialen auf Rentabilität
  • Kriterien sind Mietbelastung und Ertragskraft der Häuser
  • Kommunen sollen frühzeitig in Gespräche zur Zukunft der Filialen eingebunden werden

Wie geht’s weiter?

  • Städte sollen frühzeitig in Gespräche zur Zukunft der betroffenen Galeria-Standorte eingebunden werden, um für jeden Standort individuelle Lösungen und für Mitarbeiter tragfähige Wege zu finden
  • Wenn keine Einigung mit Vermietern über Mietkonditionen und Flächenanpassungen zustande kommt, könnten einzelne Filialen geschlossen werden; dafür werden zügige Konzepte für die Folgenutzung gefordert, um Abwärtsspiralen in Innenstadtquartieren zu vermeiden
  • Bund und Länder sollen Förderprogramme für Innenstädte weiterentwickeln und stärker auf ganzheitliche Lösungen setzen, bei denen private und öffentliche Investitionen gemeinsam wirken können
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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