Wirtschaft - Was ist passiert – was dahinter steckt
Gesundheitsfinanzierung in Berlin unter Druck
Berlin () – Der IT-Dienstleister Bitmarck prognostiziert Mehrausgaben für gesetzlich Versicherte und geht davon aus, dass der rechnerische durchschnittliche Zusatzbeitrag in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) im kommenden Jahr auf 3,1 Prozent steigen könnte. Das geht aus einer Wettbewerbsanalyse von Bitmarck hervor, über die die „Rheinische Post“ in ihrer Freitagsausgabe berichtet.
Hintergrund ist, dass die Ausgaben „erwartungsgemäß weiter dynamisch“ ansteigen und „die Schere zwischen Einnahmen und Ausgaben immer weiter“ auseinandergeht. Ein Grund dafür sei die „deutliche Unterdeckung der Bürgergeldempfänger durch zu niedrige Ausgleichszahlungen vom Bund“, heißt es in dem Bericht.
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) hatte in dieser Woche angekündigt, den durchschnittlichen Zusatzbeitrag für die Krankenkassen auf 2,9 Prozent festzulegen. Der tatsächliche Zusatzbeitrag wird aber von den Krankenkassen individuell festgelegt.
Angesichts der prognostizierten Entwicklung äußerte der Vorsitzende der Linksfraktion, Sören Pellmann, scharfe Kritik an der Regierung. „Es war klar, dass die Zahlenspiele von Frau Warken völlig substanzlos sind. Die Bundesregierung fährt die Gesundheitsversorgung sehenden Auges vor die Wand“, sagte er der „Rheinischen Post“. Die Beitragslast müsse aber fair verteilt werden. „Statt immer nur Leistungskürzungen zu diskutieren, muss es eine solidarische Gesundheits- und Pflegeversicherung geben, in die alle Einkommensarten einzahlen“, so Pellmann.
Bei Bitmarck handelt es sich um einen Dienstleister für Sozialversicherungsträger, an dem mehrere Krankenkassen beteiligt sind.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Behandlungszimmer beim Arzt (Archiv) |
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Bitmarck prognostiziert steigende Mehrausgaben für gesetzlich Versicherte.
- Durchschnittlicher Zusatzbeitrag in der GKV könnte auf 3,1 Prozent steigen.
- Bundesgesundheitsministerin plant Festlegung des durchschnittlichen Zusatzbeitrags auf 2,9 Prozent.
Warum ist das wichtig?
- Anstieg der Mehrausgaben für gesetzlich Versicherte könnte finanzielle Belastung erhöhen
- Ungleichgewicht zwischen Einnahmen und Ausgaben wird problematisch für die Gesetzliche Krankenversicherung
- Notwendigkeit einer fairen Verteilung der Beitragslast und Reform der Gesundheitsversorgung
Wer ist betroffen?
- gesetzlich Versicherte
- Bürgergeldempfänger
- Krankenkassen
Zahlen/Fakten?
- Prognostizierter durchschnittlicher Zusatzbeitrag in der GKV 2024: 3,1 Prozent
- Von der Bundesgesundheitsministerin festgelegter durchschnittlicher Zusatzbeitrag: 2,9 Prozent
- Unterdeckung der Bürgergeldempfänger durch zu niedrige Ausgleichszahlungen vom Bund
Wie geht’s weiter?
- Prognose eines Anstiegs des durchschnittlichen Zusatzbeitrags auf 3,1 Prozent
- Weiter ansteigende Ausgaben und zunehmende Schere zwischen Einnahmen und Ausgaben
- Notwendigkeit einer solidarischen Gesundheits- und Pflegeversicherung nach Kritik der Linksfraktion
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