Wirtschaft - Was ist passiert – was dahinter steckt
Politik Berlin: Aktuelle Diskussion um Arbeitspflicht
Berlin () – Im Streit um die Beschäftigung von Bürgergeld-Empfängern zeigt sich der Deutsche Landkreistag (DLT) offen für eine Arbeitspflicht. In der „Bild“ (Samstagsausgabe) widersprach DLT-Präsident Achim Brötel zugleich der Einschätzung von Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD), eine solche Arbeitspflicht sei „zu teuer“ und „zu bürokratisch“.
Brötel sagte: „Arbeitsgelegenheiten sind ein seit Jahren etabliertes Instrument. Die Landkreise und Städte können es für Asylbewerber bereits heute nutzen.“ Solche Tätigkeiten nähmen „spürbar zu“, gerade in Thüringen werde das Instrument „in vielen Landkreisen gut genutzt“. Brötel betonte: „Solche Tätigkeiten stabilisieren die Beschäftigungsfähigkeit, geben Struktur im Alltag und können sogar den Übergang in den ersten Arbeitsmarkt ebnen. Das ist sinnvoll und notwendig.“
Zugleich forderte er: „Wir brauchen außerdem generell Möglichkeiten, Beschäftigung nicht nur zu fördern, sondern auch einzufordern.“ Mit Blick auf das Bürgergeld sagte Brötel: „Wenn der Übergang in den allgemeinen Arbeitsmarkt nicht gelingt, müssen Arbeitsgelegenheiten vor Ort breiter einsetzbar werden.“ Der „heutige Dreiklang aus Zusätzlichkeit, öffentlichem Interesse und Wettbewerbsneutralität“ mache Arbeitsgelegenheiten im Bürgergeld-System „seit langem unnötig schwerfällig“. „Genau diesen Schritt braucht es jetzt auch beim Bürgergeld. Diese Leerstelle muss geschlossen werden.“
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Agentur für Arbeit (Archiv) |
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- DLT zeigt sich offen für eine Arbeitspflicht für Bürgergeld-Empfänger.
- DLT-Präsident widerspricht der Einschätzung von Bundesarbeitsministerin, dass eine Arbeitspflicht "zu teuer" und "zu bürokratisch" sei.
- Brötel fordert breitere Einsatzmöglichkeiten von Arbeitsgelegenheiten im Bürgergeld-System.
Warum ist das wichtig?
- Unterstützung der Integration von Bürgergeld-Empfängern in den Arbeitsmarkt
- Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit und Struktur im Alltag
- Notwendigkeit zur Anpassung der Arbeitsgelegenheiten im Bürgergeld-System
Wer ist betroffen?
- Bürgergeld-Empfänger
- Asylbewerber
- Landkreise und Städte
Zahlen/Fakten?
- DLT zeigt sich offen für Arbeitspflicht für Bürgergeld-Empfänger
- Arbeitsgelegenheiten werden in Thüringen gut genutzt
- Brötel fordert breitere Einsetzbarkeit von Arbeitsgelegenheiten beim Bürgergeld
Wie geht’s weiter?
- Erhöhung der Arbeitsgelegenheiten für Bürgergeld-Empfänger anstreben
- Ausbau der Möglichkeiten zur Beschäftigungsförderung und -einforderung
- Anpassung des Bürgergeld-Systems zur Erleichterung von Arbeitsgelegenheiten
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