Wirtschaft - Was ist passiert – was dahinter steckt
Wirtschaftspolitik: Minijobs in Deutschland unter Kritik
Köln () – Der Chef des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), Michael Hüther, warnt vor der Abschaffung von Minijobs. „Den Betroffenen hilft die Abschaffung keinesfalls. Der sozialpolitische Ertrag einer Abschaffung wäre sehr gering, während sich die Abgabenlast deutlich erhöhte“, sagte Hüther der „Rheinischen Post“ (Donnerstagsausgabe). Er mahnte: „Gleichzeitig würde der bürokratische Aufwand steigen.“
Der IW-Chef erwartet auch nicht, dass eine Abschaffung das Arbeitsvolumen erhöht: „Etwa jeder siebte Beschäftigte arbeitet nur wenige Stunden pro Woche. Viele können oder wollen nicht mehr arbeiten – daran kann die Politik wenig ändern“, so Hüther. Die Abschaffung der Minijobs würde diese Menschen nur dazu verpflichten, Beiträge zur Renten- und Arbeitslosenversicherung zu zahlen. „Das würde ihre Löhne deutlich senken und die Jobs deutlich unattraktiver machen. Zudem erwerben sie bei geringen Arbeitszeiten kaum Ansprüche, die im Alter oder bei Arbeitslosigkeit wirklich helfen.“
Die Arbeitnehmergruppe der Union und die Gewerkschaft Verdi fordern, Minijobs weitgehend abzuschaffen.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Euromünzen (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Michael Hüther warnt vor der Abschaffung von Minijobs.
- Er sagt, dass dies zu höheren Abgaben und bürokratischem Aufwand führen würde.
- Die Abschaffung wird nicht das Arbeitsvolumen erhöhen und Jobs unattraktiver machen.
Warum ist das wichtig?
- Abschaffung von Minijobs erhöht Abgabenlast für Betroffene
- Bürokratischer Aufwand würde steigen
- Keine positive Veränderung des Arbeitsvolumens zu erwarten
Wer ist betroffen?
- Minijob-Arbeitnehmer
- Beschäftigte mit wenigen Arbeitsstunden
- Gewerkschaft Verdi
Zahlen/Fakten?
- Etwa jeder siebte Beschäftigte arbeitet nur wenige Stunden pro Woche.
- Abgabenlast würde deutlich erhöht.
- Abschaffung würde bürokratischen Aufwand steigern.
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