Immer mehr Unternehmen und Haushalte setzen auf Photovoltaik

12. März 2026
1 min Lesezeit

Immer mehr Unternehmen und Haushalte setzen auf Photovoltaik

Wirtschaft - Was ist passiert – was dahinter steckt

Wirtschaftliche Entwicklungen im Solarsektor Deutschland

() – Nach wie vor setzen immer mehr Unternehmen und private Haushalte in Deutschland auf die Energie der Sonne zur Stromerzeugung.

Zum Jahresende 2025 waren auf Dächern und Grundstücken hierzulande knapp 4,8 Millionen Photovoltaikanlagen mit einer Nennleistung von insgesamt rund 106.200 Megawatt installiert, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Donnerstag mitteilte. Damit nahm die Zahl der Anlagen gegenüber dem Vorjahr um 17,6 Prozent zu, die installierte Leistung stieg im selben Zeitraum um 11,8 Prozent. Zum Jahresende 2024 hatte es gut 4,0 Millionen Photovoltaikanlagen mit einer Nennleistung von insgesamt 95.000 Megawatt gegeben.

Der Anstieg hat sich zuletzt etwas abgeschwächt: Zum Jahresende 2024 waren 27,7 Prozent mehr Anlagen installiert als zum Jahresende 2023. Ende 2023 hatte der Zuwachs an Photovoltaikanlagen gegenüber dem Vorjahr 27,3 Prozent betragen. Erfasst werden alle Photovoltaikanlagen, die in die Netze der öffentlichen Versorgung einspeisen und über einen Stromzähler verfügen, der die eingespeisten Strommengen misst. Kleinere Anlagen, wie etwa die sogenannten Balkonkraftwerke, fallen daher in der Regel nicht darunter.

Die Importe von Photovoltaikanlagen sind im Jahr 2025 zurückgegangen: Der Wert der eingeführten Solarzellen und Solarmodule sank gegenüber 2024 um 7,8 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro. Deutlicher ging der Wert der exportierten Photovoltaikanlagen in diesem Zeitraum zurück: von 513 Millionen Euro auf 358 Millionen Euro – ein Rückgang von knapp einem Drittel (30,1 Prozent).

ist aus deutscher Sicht mit Abstand das wichtigste Herkunftsland für Photovoltaikanlagen: 88,0 Prozent der nach Deutschland eingeführten Photovoltaikanlagen kamen 2025 aus der Volksrepublik. Danach folgten mit großem Abstand die (5,2 Prozent).

Der Importwert von Photovoltaikanlagen war 2025 nahezu fünfmal so hoch wie der Exportwert dieser Waren aus Deutschland. Die Exporte gingen zu einem großen Teil in europäische Staaten. Die wichtigsten Abnehmer waren 2025 (15,9 Prozent), Österreich (14,8 Prozent), und die (7,2 Prozent).

Die Produktion von Solarmodulen für Photovoltaikanlagen ist in Deutschland in den ersten drei Quartalen 2025 deutlich gesunken: Gegenüber dem Vorjahreszeitraum ging die Anzahl der produzierten Solarmodule um 60,6 Prozent auf 509 200 Stück zurück. Bereits im Jahr 2024 war die Produktion von Solarmodulen hierzulande deutlich zurückgegangen. 2024 wurden gut 1,5 Millionen Solarmodule zum Absatz produziert. Damit hatte sich die Produktion gegenüber dem Vorjahr mehr als halbiert (-56,2 Prozent). 2023 waren knapp 3,5 Millionen solcher Module hergestellt worden.

Private Haushalte erzeugen Solarstrom nicht nur für den Eigenbedarf – sie speisen ihn auch ins Netz ein. Im Jahr 2023 hatten 4,9 Prozent der privaten Haushalte (rund 2,0 Millionen) in Deutschland Einnahmen aus dem Verkauf von Solarstrom. Der Anteil hat in den vergangenen Jahren zugenommen: 2018 waren es 2,9 Prozent (1,2 Millionen Haushalte).

Die Einnahmen dieser privaten Haushalte aus dem Stromverkauf lagen 2023 bei durchschnittlich 153 Euro im Monat und sind somit im Vergleich zu 2018 mit monatlich 243 Euro um 37 Prozent gesunken. Eine mögliche Ursache für diesen Rückgang dürfte die nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) sinkende Einspeisevergütung für neuinstallierte Photovoltaikanlagen sein.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Solarzellen auf Hausdach (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Anzahl der Photovoltaikanlagen in Deutschland stieg 2025 auf 4,8 Millionen, Nennleistung von 106.200 Megawatt.
  • Importwert von Photovoltaikanlagen sank um 7,8 % auf 1,8 Milliarden Euro, Exportwert fiel um 30,1 % auf 358 Millionen Euro.
  • Produktion von Solarmodulen in Deutschland sank 2025 um 60,6 % auf 509.200 Stück.

Warum ist das wichtig?

  • Zunehmende Anzahl von Photovoltaikanlagen fördert erneuerbare Energiequellen in Deutschland.
  • Rückgang der Solarzellenproduktion könnte langfristig die Energieautarkie gefährden.
  • Umsatzrückgang durch sinkende Einspeisevergütungen beeinträchtigt finanzielle Anreize für Anlagenbesitzer.

Wer ist betroffen?

  • Unternehmen in Deutschland
  • Private Haushalte in Deutschland
  • Hersteller und Exporteure von Photovoltaikanlagen

Zahlen/Fakten?

  • 4,8 Millionen Photovoltaikanlagen in Deutschland zum Jahresende 2025
  • Installierte Leistung von rund 106.200 Megawatt
  • Importwert von Photovoltaikanlagen 2025 sank auf 1,8 Milliarden Euro (7,8 Prozent Rückgang)

Wie geht’s weiter?

  • Weitere Zunahme der Photovoltaikanlagen bis Ende 2025 erwartet
  • Mögliche Stabilisierung oder leichter Rückgang bei Importen und Exporten von Photovoltaikanlagen
  • Fortdauernde Anpassungen der Einspeisevergütung könnten Einkünfte der Haushalte beeinflussen
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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