Fuest hält Teilzeit-Debatte für "Nebenkriegsschauplatz"

26. Januar 2026
1 min Lesezeit

Fuest hält Teilzeit-Debatte für "Nebenkriegsschauplatz"

Wirtschaft - Was ist passiert – was dahinter steckt

Wirtschaftliche Anreize zur Arbeitszeitgestaltung in Berlin

() – Der Präsident des Ifo-Instituts, Clemens Fuest, hat sich in der Debatte um „Lifestyle-Teilzeit“ grundsätzlich hinter die Kritik von MIT-Chefin Gitta Connemann gestellt und dennoch andere Maßnahmen gefordert.

„Das ist vernünftig, der Vorschlag“, sagte er dem TV-Sender „Welt“ am Montag. „Gleichzeitig ist das ein Nebenkriegsschauplatz.“

Vor allem müsse es sich lohnen, länger zu arbeiten. „Da ist es so, dass wir unser Sozialsystem so weit entwickelt haben, dass es eben für viele Menschen nicht lohnt, mehr zu arbeiten. Deshalb ziehen sich viele auf Teilzeit zurück“, behauptete er. „Es wäre wichtig, dafür zu sorgen, im Einkommensbereich 3.000 bis 5.000 Euro, dass es sich da wirklich lohnt zu arbeiten. Wer mehr Brutto hat, sollte da auch mehr Netto haben.“

Dafür müsse man das Sozialsystem reformieren. „Viele Menschen erhalten in diesem Bereich noch Wohngeld und verlieren das, wenn sie mehr verdienen, und haben netto nicht mehr in der Tasche“, sagte er. „Das ist der Hauptgrund, warum sich viele auf Teilzeit zurückziehen. Das müsste man reformieren.“

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Mutter mit Kind und Kinderwagen (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Clemens Fuest unterstützt die Kritik von Gitta Connemann zu "Lifestyle-Teilzeit".
  • Fuest fordert eine Reform des Sozialsystems, um Anreize für längere Arbeitszeiten zu schaffen.
  • Viele Menschen ziehen Teilzeit vor, weil Mehrverdienste oft nicht zu höherem Netto führen.

Warum ist das wichtig?

  • Reform des Sozialsystems nötig, um Anreize für Vollzeitarbeit zu schaffen
  • Höhere Netto-Einkommen bei steigenden Brutto-Löhnen wichtig für Beschäftigungsanreize
  • Verhinderung von Einkommensverlusten durch staatliche Unterstützung bei höheren Verdiensten

Wer ist betroffen?

  • Menschen in Teilzeit
  • Personen im Einkommensbereich 3.000 bis 5.000 Euro
  • Empfänger von Wohngeld

Zahlen/Fakten?

  • Einkommensbereich 3.000 bis 5.000 Euro sollte sich lohnen zu arbeiten
  • Viele Menschen verlieren Wohngeld, wenn sie mehr verdienen
  • Hauptgrund für Teilzeitrückzug ist das Sozialsystem

Wie geht’s weiter?

  • Sozialsystem reformieren, um Anreize für Vollzeitbeschäftigung zu schaffen
  • Einkommen zwischen 3.000 und 5.000 Euro attraktiver gestalten
  • Wohngeldregelungen überdenken, um Nettoverdienst zu erhöhen
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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