Wirtschaft - Was ist passiert – was dahinter steckt
Wirtschaft: Dax über 25.000 Punkten in Frankfurt
Frankfurt/Main () – Der Dax ist am Mittwoch freundlich in den Handelstag gestartet und hat erstmals die Marke von 25.000 Punkten geknackt. Gegen 9:30 Uhr wurde der deutsche Leitindex mit rund 25.010 Punkten berechnet und damit 0,5 Prozent über dem Schlussniveau vom Vortag. An der Spitze der Kursliste rangierten Siemens, Bayer und MTU, am Ende Scout24, Beiersdorf und die Commerzbank.
„Der Dax steigt aus drei Gründen: der Erleichterung darüber, dass es wegen Venezuela nicht zu einem militärischen Konflikt gekommen ist, der Aussicht auf mittelfristig sinkende Ölpreise und einer neuen Lust der Anleger auf Aktien außerhalb der USA“, sagte Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst der Consorsbank. Die Neujahres-Rally im Dax sei in vollem Gange. Technisch seien sogar 25.300 Punkte möglich.
Die Botschaft am globalen Ölmarkt sei unmissverständlich: Die US-Einmischung in Venezuela drohe das ohnehin übervolle globale Ölangebot weiter anschwellen zu lassen – exakt zu einem Zeitpunkt, an dem die Nachfrage ohnehin schwächele, so Stanzl. „An der Chicagoer Terminbörse sitzen Profi-Trader nun in einer Zwickmühle: Sie wurden von den Ereignissen in Venezuela auf dem falschen Fuß erwischt und setzen auf steigende Preise. Fällt der Ölpreis jetzt schnell, könnten sie gezwungen sein, ihre Positionen zu verkaufen – eine Abwärtslawine bei den Preisen wäre nicht auszuschließen.“
Venezolanisches Öl könnte dem Analysten zufolge ein Katalysator für neue Zinsspekulationen werden, wenn es dazu beiträgt, die Benzinpreise in den USA zu drücken. „Politisch ist der Effekt nicht minder relevant: Sinkende Energiepreise würden es Donald Trump erleichtern, Kritik an zu hohen Lebenshaltungskosten abzuwehren. Gleichzeitig könnte ein neuer Chef der US-Notenbank fallende Inflationsraten als Rechtfertigung nutzen, den geldpolitischen Kurs zügiger zu lockern.“ Kurz gesagt: Venezuelas Öl öffne der Spekulation auf aggressivere Zinssenkungen Tür und Tor.
Die europäische Gemeinschaftswährung war am Mittwochmorgen etwas schwächer: Ein Euro kostete 1,1678 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8563 Euro zu haben.
Der Ölpreis sank unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 9 Uhr deutscher Zeit 60,21 US-Dollar; das waren 49 Cent oder 0,8 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Frankfurter Börse |
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Dax startet mit über 25.000 Punkten in den Handelstag.
- Gründe für den Anstieg sind Erleichterung über Venezuela, sinkende Ölpreise und höheres Anlegerinteresse an Aktien außerhalb der USA.
- Ölpreis fällt unter 60 US-Dollar.
Warum ist das wichtig?
- Dax überschreitet wichtigen psychologischen Punkt von 25.000, was Anleger zuversichtlich stimmt.
- Erleichterung über den Verbleib von Venezuela außerhalb militärischer Konflikte könnte positive Marktstimmung fördern.
- Mögliche sinkende Ölpreise könnten Zinssenkungen begünstigen und wirtschaftliche Stabilität unterstützen.
Wer ist betroffen?
- Anleger
- Profi-Trader
- Donald Trump
Zahlen/Fakten?
- Dax erreicht 25.010 Punkte, +0,5% gegenüber dem Vortag
- Ölpreis von Brent fällt auf 60,21 US-Dollar, -0,8%
- Euro kostet 1,1678 US-Dollar
Wie geht’s weiter?
- Beobachtung der Dax-Entwicklung und mögliche Kursziele von 25.300 Punkten
- Beobachtung der Ölpreisentwicklung und deren Auswirkungen auf Zinsspekulationen
- Potenzielle politische Auswirkungen sinkender Energiepreise in den USA
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