Wirtschaft: DAX und Konjunktur in Frankfurt
Frankfurt/Main () – Der Dax hat sich am Dienstag nach einem leicht positiven Start bis zum Mittag etwas weiter in den grünen Bereich vorgekämpft. Gegen 12:30 Uhr wurde der Index mit rund 24.690 Punkten berechnet, dies entspricht einem Plus von 0,5 Prozent gegenüber dem vorherigen Handelstag. An der Spitze der Kursliste rangierten Siemens Energy, Infineon und Hochtief, am Ende Scout24, die Münchener Rück und Siemens Healthineers.
Das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) hatte zuvor überraschend einen deutlichen Anstieg der mittelfristigen Konjunkturerwartungen von Finanzanalysten und institutionellen Investoren gemeldet. „Die befragten Finanzmarktanalysten sind trotz der neuerlichen Zuspitzung am Persischen Golf und gestiegener Ölpreise deutlich optimistischer“, sagte Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank.
„Und tatsächlich, die deutsche Wirtschaft zeigte zuletzt eine gewisse Resilienz.“ Die harten Daten hätten zuletzt zuversichtlich gestimmt. „So konnten im Mai die Einzelhandelsumsätze, die Auftragseingänge und die Industrieproduktion zulegen. Damit könnte das BIP im zweiten Quartal möglicherweise sogar ein kleines Wachstum ausweisen.“
„Die höheren Ölpreise werden zwar Kaufkraft kosten und somit den privaten Konsum dämpfen, auf der positiven Seite geben die Auftragseingänge Hoffnung, dass die deutsche Wirtschaft im laufenden Jahr trotz aller Krisen einen Zahn zulegen kann“, so Gitzel. „Die Nachfrage nach deutschen Produkten legt deutlich zu.“ Die deutsche Wirtschaft habe insgesamt die „Trendwende“ vollzogen. „Die Lage ist deutlich besser als die Stimmung.“
Die europäische Gemeinschaftswährung war am Dienstagmittag etwas stärker: Ein Euro kostete 1,1427 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8751 Euro zu haben.
Der Ölpreis stieg unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 12 Uhr deutscher Zeit 89,67 US-Dollar; das waren 45 Cent oder 0,5 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Frankfurter Börse |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wirtschaft - Was ist passiert – was dahinter steckt
Was ist passiert?
- Der Dax stieg am Dienstag bis gegen 12:30 Uhr leicht auf rund 24.690 Punkte (+0,5 Prozent)
- Das ZEW meldete einen überraschenden deutlichen Anstieg der mittelfristigen Konjunkturerwartungen; als Gründe wurden u. a. bessere Wirtschaftsdaten wie höhere Einzelhandelsumsätze, Auftragseingänge und Industrieproduktion genannt
- Der Euro notierte bei 1,1427 US-Dollar und der Ölpreis (Brent) stieg auf 89,67 US-Dollar je Fass
Warum ist das wichtig?
- Optimistischere mittelfristige Konjunkturerwartungen stützen die Stimmung der Investoren und könnten das Vertrauen in die deutsche Wirtschaft verbessern
- Positive Wirtschaftsdaten wie steigende Einzelhandelsumsätze, Auftragseingänge und Industrieproduktion geben Hoffnung auf mögliches Wachstum im zweiten Quartal
- Höhere Ölpreise belasten zwar die Kaufkraft, werden aber durch Hoffnung auf mehr Nachfrage nach deutschen Produkten teilweise ausgeglichen
Wer ist betroffen?
- Finanzmarktanalysten und institutionelle Investoren
- Deutsche Wirtschaft
- Privater Konsum
Zahlen/Fakten?
- DAX: rund 24.690 Punkte, Plus 0,5 Prozent (12:30 Uhr)
- 1 Euro = 1,1427 US-Dollar; 1 US-Dollar = 0,8751 Euro
- Brent-Öl: 89,67 US-Dollar je Fass, +45 Cent bzw. +0,5 Prozent
Wie geht’s weiter?
- Der Dax setzt seine leichte Erholung fort und liegt gegen 12:30 Uhr bei rund 24.690 Punkten
- Die Konjunkturerwartungen bleiben trotz Krisenlage deutlich optimistischer, was sich auch in besseren Wirtschaftsdaten widerspiegeln könnte
- Der Ölpreis steigt leicht weiter und wirkt damit dämpfend auf Kaufkraft, während Auftragseingänge der Wirtschaft Auftrieb geben
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