Dax fester – Frankfurt entkoppelt sich von Wall Street

19. Mai 2026
1 min Lesezeit

Dax fester – Frankfurt entkoppelt sich von Wall Street

Wirtschaft - Was ist passiert – was dahinter steckt

Wirtschaft: Dax-Entwicklung und Marktanalyse in Frankfurt

Frankfurt/Main () – Am Dienstag hat der Dax zugelegt. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 24.400 Punkten berechnet, ein Plus in Höhe von 0,4 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss.

Besonders gefragt waren die Aktien von SAP, die über sieben Prozent zulegten. Der Softwarekonzern hatte zuletzt ein Quartalsergebnis über den Erwartungen sowie einen optimistischen Jahresausblick vorgelegt. Zudem orientierten sich die Anleger seit Neustem von Hardware- stärker zu Softwarewerten.

„Zunächst einmal waren heute auch die Anleger in Frankfurt erleichtert über die Verschiebung des US-Angriffs auf den und hofften weiter auf eine baldige Entspannung der Lage im Nahen Osten“, sagte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets. „Die Rohölpreise verweilen jedoch weiter auf ihrem hohen Preisniveau und spiegeln diese Hoffnungen nicht wirklich wider.“

Die Situation bleibe äußerst fragil und könne sich jederzeit wieder ändern. Der springende Punkt bleibe die Einstellung des iranischen Atomprogramms, das aus Sicht der USA als unumstößlich für einen erfolgreichen Verlauf der Friedensverhandlungen gelte. „Zudem eröffnete auch die Wall Street mit deutlichen Verlusten, was den Dax wieder den Rückwärtsgang einlegen ließ. Die am Vormittag erreichten Kurse von knapp 24.700 Punkten konnte der Index nicht halten.“

„Doch ist insgesamt in den vergangenen Tagen eine Abkopplung des Dax von den Indizes in New York erkennbar. Investoren sehen erhebliches Nachholpotential der deutschen gegenüber den US-Unternehmen, sollte sich die Situation im Nahen Osten tatsächlich nachhaltig entschärfen. Das Sentiment hatte sich durch den Krieg verschlechtert und Dax-Aktien sahen zeitweise nur noch die Rücklichter ihrer Konkurrenten an der Wall Street.“

„Die jetzt einsetzende Abkopplung des Dax ist insofern interessant, als sich beim eigentlichen Belastungsfaktor, den höheren Energiepreisen, keine Entwarnung abzeichnet. Das zeigt das hohe Maß an Optimismus der Investoren, dass es zeitnah zu einer Rückkehr zur Normalisierung im Rohstoffmarkt kommen wird.“

„Die höheren Ölpreise entfalten allerdings beim Konsumverhalten der Verbraucher und in vielen Branchen bereits ihre Wirkung. Sollten sich die Preise noch einige Wochen auf dem hohen Niveau halten, dürften auch die nächsten Quartalszahlen der Unternehmen davon nicht unmaßgeblich beeinflusst werden“, sagte Lipkow.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Dienstagnachmittag schwächer: Ein Euro kostete 1,1600 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8621 Euro zu haben.

Der Goldpreis ließ deutlich nach, am Nachmittag wurden für eine Feinunze 4.503 US-Dollar gezahlt (-1,4 Prozent). Das entspricht einem Preis von 124,81 Euro pro Gramm.

Der Ölpreis sank unterdessen deutlich: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Dienstagnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 110,70 US-Dollar, das waren 141 Cent oder 1,3 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Frankfurter Börse

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Dax legte um 0,4 Prozent auf 24.400 Punkte zu.
  • SAP-Aktien stiegen um über sieben Prozent nach positiven Quartalszahlen und optimistischem Jahresausblick.
  • Anleger zeigen Erleichterung über die Verschiebung des US-Angriffs auf den Iran.

Warum ist das wichtig?

  • Dax-Zuwachs reflektiert positive Anlegerstimmung und optimistische Unternehmensprognosen.
  • Abkopplung des Dax von US-Indizes zeigt potenzielles Nachhol- und Erholungspotenzial der deutschen Wirtschaft.
  • Hohe Energiepreise könnten zukünftige Unternehmenszahlen beeinflussen und Konsumverhalten belasten.

Wer ist betroffen?

  • Anleger in Frankfurt
  • Investoren der deutschen Unternehmen
  • Verbraucher in vielen Branchen

Zahlen/Fakten?

  • Dax bei 24.400 Punkten, Plus von 0,4 Prozent
  • SAP-Aktien über sieben Prozent gestiegen
  • Euro kostet 1,1600 US-Dollar, Goldpreis bei 4.503 US-Dollar (-1,4 Prozent), Brent-Ölpreis bei 110,70 US-Dollar (-1,3 Prozent)

Wie geht’s weiter?

  • Beobachtung der weiteren Entwicklung im Nahen Osten und möglichen Entspannungen
  • Einfluss der aktuellen Ölpreise auf Konsumverhalten und Unternehmenszahlen
  • Fortdauernde Abkopplung des Dax von US-Indizes und damit verbundene Investorenstrategien
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