Verhandlungsstopp des Iran zieht Dax zum Wochenstart ins Minus

1. Juni 2026
1 min Lesezeit

Verhandlungsstopp des Iran zieht Dax zum Wochenstart ins Minus

Wirtschaft - Was ist passiert – was dahinter steckt

Wirtschaft: Dax verliert trotz SAP-Stärke

Frankfurt/Main () – Zum Wochenstart hat der Dax Verluste gemacht. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 25.003 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von 0,4 Prozent im Vergleich zum vorherigen Handelstag.

Deutlicher Ausreißer war die Aktie von SAP, die klar die Spitze der Kursliste anführte. Die eindeutige Mehrheit der Papiere notierte dagegen im roten Bereich. Besonders traf es die Aktien von Rheinmetall, Airbus und MTU.

„Zur Mittagszeit hatte das Schwergewicht SAP den Dax noch deutlich in die Pluszone geschoben“, sagte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets. „Als dann aber die Meldung über die Ticker lief, der hätte alle Gespräche mit den USA abgebrochen und die Straße von Hormus erneut geschlossen, sprang der Ölpreis nach oben und die Gewinne des Dax lösten sich in Luft auf. Die Sorgen einer Fortsetzung des Iran-Kriegs bleiben in den Köpfen der Anleger präsent.“

„Es ist vollkommen unklar, ob es nach dem aktuellen Zwischenschritt in Form einer Waffenruhe von 60 Tagen tatsächlich zu einem nachhaltigen Frieden im Nahen Osten kommen kann und wird. Die Unsicherheit spiegeln die Energieträgerpreise wider, die sich von ihren hohen Preisniveaus nicht wirklich lösen können. Auch wenn die extremen Niveaus zwischenzeitlich verlassen wurden, bleibt die Gefahr einer nachhaltigen Teuerungsrate in den Finanzmärkten latent vorhanden.“

„Die Aktien von SAP profitierten heute von den Cloud-Fantasien rund um Künstliche Intelligenz. Plötzlich sahen die Investoren nun auch bei dem Walldorfer Softwarekonzern ein erhebliches Nachholpotential. Zu lange wurden lediglich die Risiken durch den disruptiven Charakter der KI im SaaS-Bereich gesehen und so verkannt, dass auch diese Unternehmen einen erheblichen Infrastrukturbeitrag leisten. Ähnliche Kursbewegungen zeigten sich jüngst bei anderen Unternehmen aus dem Sektor, wie ServiceNow und Salesforce. Insgesamt aber tun sich die Anleger in Frankfurt weiter schwer damit, die FOMO-Euphorie im Technologiesektor mit Bezug auf KI und Halbleiter auf den deutschen Aktienmarkt zu übertragen.“

„Interessant ist allerdings, dass sich der Mai als verhältnismäßig guter Börsenmonat gezeigt hat und die Investoren auch zu Beginn des neuen Monats noch keine Tendenz für einen Rückzug aus den Aktienmärkten zeigen. Die Themenlage lädt eigentlich wenig dazu ein, Risiken über die Sommermonate mitzunehmen. Dass sich der Dax dennoch weiter in Schlagdistanz zu seinem Allzeithoch aufhält, spricht für eine hohe Resilienz der Anleger gegenüber den derzeitigen Risiken und hohen Bewertungen“, sagte Lipkow.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Montagnachmittag schwächer: Ein Euro kostete 1,1623 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8604 Euro zu haben.

Der Goldpreis ließ deutlich nach, am Nachmittag wurden für eine Feinunze 4.471 US-Dollar gezahlt (-1,5 Prozent). Das entspricht einem Preis von 123,68 Euro pro Gramm.

Der Ölpreis stieg unterdessen stark: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Montagnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 96,34 US-Dollar, das waren 5,7 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Frankfurter Börse

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Dax machte zum Wochenstart Verluste, schloss bei 25.003 Punkten (-0,4%).
  • SAP-Aktie führte die Kursliste an, die Mehrheit der Papiere notierte im Minus.
  • Ölpreis stieg stark nach Meldung über Iran-Gespräche und Schließung der Straße von Hormus.

Warum ist das wichtig?

  • Dax-Verluste deuten auf Marktunsicherheiten hin.
  • Ölpreis steigt aufgrund geopolitischer Spannungen, beeinflusst Finanzmärkte.
  • Resilienz der Anleger könnte auf Stabilität im Aktienmarkt hindeuten.

Wer ist betroffen?

  • Anleger
  • Investoren
  • Unternehmen im Technologiesektor

Zahlen/Fakten?

  • Dax bei 25.003 Punkten, Minus von 0,4 Prozent
  • Euro bei 1,1623 US-Dollar, Dollar bei 0,8604 Euro
  • Ölpreis für Brent bei 96,34 US-Dollar, Anstieg um 5,7 Prozent

Wie geht’s weiter?

  • Unsicherheiten im Nahen Osten bleiben Thema für Anleger
  • Dax könnte trotz Risiken in Schlagdistanz zu Allzeithoch bleiben
  • Mögliche Kursbewegungen im Technologiesektor durch KI und Halbleiter
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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