Wirtschaft - Was ist passiert – was dahinter steckt
Wirtschaft: Commerzbank und Unicredit im Konflikt
Frankfurt/Main () – Der Commerzbank-Betriebsrat verschärft im Übernahmekampf mit Unicredit-Chef Andrea Orcel den Ton. „Es ist eine Schweinerei, dass Herr Orcel im aktuellen Umfeld ein Übernahmeangebot ankündigt, in dem die Unsicherheit wegen des Irankriegs und steigender Energiepreise ohnehin hoch ist“, sagte Betriebsratschef Sascha Uebel dem „Handelsblatt“ (Mittwochausgabe).
Orcel sorge damit für zusätzliche Verunsicherung in einer Zeit, in der Stabilität wichtiger sei denn je. „Damit stößt er die Beschäftigten und die Kunden der Commerzbank erneut vor den Kopf.“
Die Arbeitnehmervertreter der Commerzbank lassen sich von einer Investmentbank beraten und sind überzeugt, dass sich eine Übernahme für Unicredit aktuell nicht rechnen würde. „Unicredit müsste dafür in den nächsten Jahren Einsparungen in Milliardenhöhe erzielen“, sagte Uebel. „Das wird Herrn Orcel aber nicht gelingen, denn wir werden uns mit allen Mitteln gegen einen Kahlschlag wie bei der HVB wehren.“
Unicredit hat die Münchner Hypo-Vereinsbank (HVB) 2005 übernommen und seitdem über 60 Prozent aller Stellen gestrichen. Uebel verweist darauf, dass die Arbeitnehmervertreter im Zuge der 2025 verabschiedeten Strategie eine Transformationsvereinbarung mit dem Management unterzeichnet haben. Zudem habe die Commerzbank einen Haustarifvertrag mit der Gewerkschaft Verdi geschlossen, in dem die Betriebsratsstrukturen bis 2030 festgeschrieben seien. „Verdi könnte viele Umbaumaßnahmen somit bis 2030 blockieren“, sagte Uebel. „Unicredit wird ohne uns in den nächsten fünf Jahren also keine signifikanten Einsparungen erzielen können.“
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Commerzbank (Archiv) |
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Commerzbank-Betriebsrat kritisiert Übernahmeangebot von Unicredit-Chef Orcel.
- Orcel sorgt für zusätzliche Verunsicherung in unsicherer wirtschaftlicher Lage.
- Betriebsrat plant Widerstand gegen mögliche Sparmaßnahmen und verweist auf bestehende Vereinbarungen mit Verdi.
Warum ist das wichtig?
- Schutz der Beschäftigten und Kunden der Commerzbank vor Unsicherheit
- Verhinderung von Einsparungen und Stellenabbau durch Unicredit
- Bedeutung stabiler Betriebsstrukturen in turbulenten Zeiten
Wer ist betroffen?
- Beschäftigte der Commerzbank
- Kunden der Commerzbank
- Unicredit und deren Management
Zahlen/Fakten?
- Unicredit müsste Einsparungen in Milliardenhöhe erzielen.
- Über 60 Prozent aller Stellen wurden bei der HVB seit der Übernahme 2005 gestrichen.
- Betriebsratsstrukturen sind bis 2030 im Haustarifvertrag mit Verdi festgeschrieben.
Wie geht’s weiter?
- Betriebsrat der Commerzbank wehrt sich gegen Übernahme von Unicredit.
- Unterstützung durch Investmentbank und Verweis auf bestehende Vereinbarungen.
- Unicredit steht vor Herausforderungen, signifikante Einsparungen ohne Mitwirkung nicht möglich.
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