Bauernverband will Aussetzung von CO2-Bepreisung

11. März 2026
1 min Lesezeit

Bauernverband will Aussetzung von CO2-Bepreisung

Wirtschaft - Was ist passiert – was dahinter steckt

Landwirtschaft und Energiepolitik in Deutschland

() – Angesichts steigender Energiepreise infolge des -Krieges fordert der Präsident des Deutschen Bauernverbands, Joachim Rukwied, eine Aussetzung der CO2-Bepreisung. „Wir fordern die Bundesregierung auf, kurzfristig die CO2-Besteuerung beim Diesel für die Landwirtschaft und die gesamte Wirtschaft temporär auszusetzen“, sagte er der „Rheinischen Post“ (Mittwochausgabe). Eine solche Maßnahme würde nicht nur der Landwirtschaft helfen, sondern beispielsweise auch dem Transportgewerbe, so Rukwied weiter.

Gerade für die derzeitige Frühjahrsbestellung seien die sprunghaften Preissteigerungen beim Diesel besonders schmerzhaft. „Unsere Kosten für Betriebsmittel oder Energie steigen deutlich an, gleichzeitig haben wir bei den meisten landwirtschaftlichen Produkten Tiefstpreise. Das passt nicht zusammen“, so der Verbandspräsident.

Die aktuellen Kostensteigerungen könnten von der Landwirtschaft schlichtweg nicht getragen werden. „Zudem brauchen wir zwingend höhere Erzeugerpreise für unsere Produkte“, sagte Rukwied.

Brennstoffe wie Benzin, Diesel und Erdgas, aber auch Abfälle fallen unter das nationale Emissionshandelssystem, das ab 2028 größtenteils vom Europäischen Emissionshandel für Gebäude und Verkehr (EU-ETS 2) abgelöst werden soll. Für jede Tonne CO2, die emittiert wird, müssen beispielsweise Gaslieferanten und Unternehmen der Mineralölindustrie Emissionszertifikate erwerben. Im Jahr 2026 gilt dabei ein Preiskorridor von 55 bis 65 Euro. Weil das Angebot an Zertifikaten auf eine feste Menge begrenzt ist, kann eine höhere Nachfrage innerhalb des Korridors zu einem höheren CO2-Preis und eine niedrigere Nachfrage zu einem niedrigeren CO2-Preis führen. Die Einnahmen fließen in den Klima- und Transformationsfonds (KTF), aus dem beispielsweise der Ausbau der E-Ladeinfrastruktur und der Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft gefördert wird.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Bauer mit Traktor (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Präsident des Deutschen Bauernverbands fordert Aussetzung der CO2-Bepreisung
  • Steigende Energiepreise belasten Landwirtschaft und Transportgewerbe
  • Kostensteigerungen sind nicht tragbar, Erzeugerpreise müssen steigen

Warum ist das wichtig?

  • Entlastung der Landwirtschaft und anderer betroffener Branchen von steigenden Kosten
  • Unterstützung der landwirtschaftlichen Produktion durch höhere Erzeugerpreise
  • Aktuelle Preissteigerungen gefährden die wirtschaftliche Stabilität der Landwirte

Wer ist betroffen?

  • Landwirtschaft
  • Transportgewerbe
  • Verbraucher

Zahlen/Fakten?

  • 55 bis 65 Euro Preiskorridor für CO2-Zertifikate im Jahr 2026
  • Ab 2028 Ablösung des nationalen Emissionshandelssystems durch EU-ETS 2
  • Steigende Kosten für Betriebsmittel und Energie, gleichzeitig Tiefstpreise bei landwirtschaftlichen Produkten

Wie geht’s weiter?

  • Forderung nach Aussetzung der CO2-Bepreisung beim Diesel
  • Notwendigkeit höherer Erzeugerpreise für landwirtschaftliche Produkte
  • Kurzfristige Maßnahmen zur Entlastung der Landwirtschaft und des Transportgewerbes
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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