Wirtschaft - Was ist passiert – was dahinter steckt
Wirtschaft Berlin: DB Fernverkehr und Entschädigungen
Berlin () – Im vergangenen Jahr hat die Deutsche Bahn (DB) aufgrund der hohen Unpünktlichkeit im Fernverkehr insgesamt 156,1 Millionen Euro an Entschädigungen an ihre Kunden ausgezahlt.
Das sagte Fernverkehrsvorstand Michael Peterson der „Süddeutschen Zeitung“. Die Summe entspricht einer Verdreifachung gegenüber 2019 – aber einem Rückgang in Höhe von knapp 41 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr. „Wir gehen davon aus, dass das auch daran liegt, dass es im vergangenen Jahr keine großen Sonderereignisse wie Streiks gab“, sagte Peterson. „Trotzdem ist es für uns eine große finanzielle Belastung.“
Medienberichten zufolge hat das Ergebnis der Bahn-Tochter DB Fernverkehr auch im vergangenen Jahr die Gesamtbilanz des Konzerns runtergezogen. Die Sparte könne ihr „volles Umsatzpotenzial aktuell nicht heben“, sagte Vorstand Peterson der SZ. „Die vielen Baustellen und Störungen sind für uns sehr herausfordernd. Eine mehrwöchige Sperrung bedeutet für uns nicht selten Umsatzeinbrüche im ein- oder sogar zweistelligen Millionenbereich.“
Hinzu komme, dass die DB Fernverkehr fast 300 Millionen Euro mehr für Trassenpreise habe zahlen müssen. „Und wenn dann auch noch die fest zugesagte Trassenpreisförderung nur zur Hälfte kommt, muss ich woanders optimieren“, so Peterson. Trotz allem sei es gelungen, das Ergebnis vor Steuern und Zinsen im letzten Jahr um mehr als 100 Millionen Euro zu verbessern.
Probleme bereitet Peterson nach wie vor die Auslastung seiner Fernzüge – vor allem auf Strecken, auf denen ICs parallel zu Regionalzügen fahren. „Grund dafür ist das Deutschlandticket. Das hat uns 15 Millionen Fahrgäste aus den Zügen gezogen“, sagte Peterson. 2025 habe die Auslastung der Fernzüge im Schnitt bei 48 Prozent gelegen, so der Manager. „Vor Corona waren wir bei 56 Prozent, und ja, da wollen wir wieder hinkommen.“
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Anzeigetafel bei der Deutschen Bahn (Archiv) |
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Deutsche Bahn zahlte 156,1 Millionen Euro Entschädigungen im Jahr 2022.
- Entschädigungsbetrag hat sich im Vergleich zu 2019 verdreifacht, aber um 41 Millionen Euro im Vorjahr verringert.
- Deutschlandticket entzieht Fernzügen 15 Millionen Fahrgäste, Auslastung sank von 56 Prozent vor Corona auf 48 Prozent.
Warum ist das wichtig?
- Hohe Entschädigungszahlungen belasten die Finanzen der Deutschen Bahn.
- Rückgang der Entschädigungen könnte auf weniger Störungen hinweisen.
- Auslastungsprobleme durch neue Ticketmodelle wie das Deutschlandticket.
Wer ist betroffen?
- Kunden der Deutschen Bahn
- DB Fernverkehr
- Fahrgäste auf IC-Strecken
Zahlen/Fakten?
- 156,1 Millionen Euro Entschädigungen im Jahr 2022
- Rückgang um knapp 41 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr
- Auslastung der Fernzüge 2025 bei 48 Prozent, vor Corona bei 56 Prozent
Wie geht’s weiter?
- Entschädigungszahlungen reduzieren sich möglicherweise weiter bei stabilen Bedingungen.
- DB Fernverkehr könnte durch Optimierungen und Strategieanpassungen Umsatzpotenziale heben.
- Ziel bleibt die steigende Auslastung der Fernzüge auf über 56 Prozent.
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