Wirtschaft - Was ist passiert – was dahinter steckt
Tarifverhandlungen der Deutschen Bahn in Berlin
Berlin () – Die Deutsche Bahn hat in den laufenden Tarifverhandlungen ein erstes Angebot vorgelegt. Es besteht aus einem Lohnaufschlag von grundsätzlich 3,8 Prozent und zusätzlich 2,2 Prozent für Strukturanpassungen, wie der Konzern am Dienstag mitteilte. Außerdem soll es 400 Euro Einmalzahlung geben, die Laufzeit soll 30 Monate betragen.
DB-Personalvorstand Martin Seiler sprach von einem „guten und sehr weitreichenden Angebot“. Man bilde „Kernforderungen“ der GDL ab und sende damit ein „klares Signal für weitere Verhandlungen“. Eine Einigung am Tisch sei möglich. Die Laufzeit von 30 Monaten gebe Stabilität und Planungssicherheit für den Neustart der Bahn. Zudem müsse in einem Tarifabschluss die weitere Entwicklung der Sanierung bei DB Cargo berücksichtigt werden, so Seiler.
Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) ist vom ersten Angebot der Bahn allerdings nicht begeistert. Mario Reiß, GDL-Bundesvorsitzender, sagte am Dienstag, dass die Bahn in ihrer Kommunikation eine Erhöhung von insgesamt sechs Prozent in den Raum stelle, jedoch die konkrete Ausgestaltung entscheidend sei – insbesondere die vorgesehene Laufzeit von zweieinhalb Jahren. „In dieser Betrachtung relativiert sich die Zahl deutlich. Wir sprechen hier nicht einmal von einem echten Inflationsausgleich und bewegen uns faktisch unterhalb dessen, was langfristig rentenwirksam spürbar wäre“, so Reiß.
Das Angebot bilde nun zumindest die Grundlage für die weiteren Verhandlungstage, die man nach aktuellem Sachstand und vor Rücksprache mit den Gremien plane, wahrzunehmen. „Für uns kommt es jetzt darauf an, die kommenden Verhandlungstage intensiv zu nutzen und an den inhaltlich entscheidenden Punkten nachzuschärfen“, sagte der GDL-Chef. „Nur wenn bei Laufzeit, Struktur und Wirkung substanziell nachgebessert wird, kann daraus überhaupt eine tragfähige Basis für einen möglichen Abschluss entstehen.“
Bis Ende Februar gilt in den Tarifverhandlungen noch Friedenspflicht. Streiks sind bis dahin ausgeschlossen.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Lokführer (Archiv) |
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Deutsche Bahn legt erstes Tarifangebot vor: 3,8% Lohnaufschlag, 2,2% für Strukturanpassungen, 400 Euro Einmalzahlung, Laufzeit 30 Monate.
- GDL ist unzufrieden mit dem Angebot, sieht es als unzureichend für Inflationsausgleich.
- Verhandlungen sollen intensiv genutzt werden, um entscheidende Punkte zu verbessern.
Warum ist das wichtig?
- Angebot der Deutschen Bahn sorgt für Planungssicherheit
- Tarifverhandlungen betreffen zentrale Anliegen der Lokführer
- Einigung könnte langfristige Stabilität für Bahn-Mitarbeiter schaffen
Wer ist betroffen?
- Deutsche Bahn
- Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL)
- Lokomotivführer
Zahlen/Fakten?
- Lohnaufschlag von 3,8 Prozent
- Zusätzlich 2,2 Prozent für Strukturanpassungen
- Einmalzahlung von 400 Euro
- Laufzeit von 30 Monaten
Wie geht’s weiter?
- GDL plant intensive Verhandlungstage zur Anpassung des Angebots
- Entscheidung über weitere Schritte nach Rücksprache mit Gremien
- Friedenspflicht bis Ende Februar, keine Streiks möglich
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