Verfassungsschutz fürchtet Radikalisierung durch "Active Clubs"

25. Juli 2026
1 min Lesezeit

Panorama: Verfassungsschutz warnt vor „Active Clubs“ in

Köln () – Deutsche Sicherheitsbehörden warnen vor der Radikalisierung junger Männer in Active Clubs. „Seit dem Frühjahr 2024“ lasse sich „die Gründung einer Vielzahl an regionalen `Active Clubs` in feststellen“, teilte das Bundesamt für Verfassungsschutz der „Süddeutschen Zeitung“ (Samstagausgabe) mit.

Diese Sportgemeinschaften gelten laut Verfassungsschutz als Versuch, junge Männer für das rechtsextremistische Spektrum zu gewinnen. Die Behörden machen klar, dass sie die Szene im Blick haben. Dem Verfassungsschutz seien „Erkenntnisse zu diversen relevanten Personen mit einem entsprechenden Bezug bekannt“, so das Bundesamt weiter.

Dabei sehen die Sicherheitsbehörden auch Verbindungen der Szene zu Parteien, die . Laut bayerischem Landesamt für Verfassungsschutz soll Patrick Schröder, Landesvizechef der rechtsextremen Partei „Die Heimat“ (früher NPD) in , einen „Fahrplan“ für den Aufbau von Clubs in Deutschland erarbeitet haben.

Die Clubs dienten der engeren partei- und organisationsübergreifenden Vernetzung der Szene, teilte der Landes-Verfassungsschutz mit. Junge Männer sollen demnach über körperliche Fitness und einer Ideologie „weißer Überlegenheit“ über die Clubs „schleichend radikalisiert und in die Szene integriert werden“. Der Bundes- und der Landesverband von `Die Heimat` sowie Schröder ließen Anfragen zu Schröders Rolle und die der Partei unbeantwortet.

In einschlägigen sozialen Medien werden in Deutschland 22 solcher Clubs aufgeführt. Wie viele wirklich aktiv sind, ist für Außenstehende nicht erkennbar. Behörden fürchten dennoch das Gewaltpotenzial. Ziel ist es laut bayerischem Landesamt für Verfassungsschutz, Kampfsport zu trainieren, um „auf einen angeblich bevorstehenden Rassenkrieg vorbereitet zu sein“.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Bundeskriminalamt (BKA) und Bundesamt für Verfassungsschutz (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Verfassungsschutz fürchtet Radikalisierung durch "Active Clubs"

Vermischtes - Was ist passiert – was dahinter steckt

Was ist passiert?

  • Seit Frühjahr 2024 haben sich laut Verfassungsschutz in Deutschland zahlreiche regionale „Active Clubs“ gegründet, vor deren Radikalisierung junger Männer gewarnt wird
  • Die Clubs sollen als Möglichkeit dienen, junge Männer schleichend in das rechtsextremistische Spektrum zu integrieren, verbunden mit einer Ideologie „weißer Überlegenheit“ und dem Aufbau von Netzwerken
  • Behörden befürchten Gewaltpotenzial und sehen Verbindungen zur rechtsextremen Partei „Die Heimat“, zudem sollen Clubs auf einen „Rassenkrieg“ vorbereitet werden

Warum ist das wichtig?

  • Sicherheitsbehörden warnen vor rechtsextremer Radikalisierung junger Männer durch die Gründung regionaler Active Clubs
  • Die Clubs sollen der Vernetzung in der rechtsextremen Szene dienen und eine schleichende Integration über Ideologie „weißer Überlegenheit“ fördern
  • Behörden befürchten ein erhöhtes Gewaltpotenzial, weil Kampfsport zum Zweck der Vorbereitung auf einen angeblich bevorstehenden „Rassenkrieg“ trainiert werden soll

Wer ist betroffen?

  • Junge Männer in Deutschland, die sich an den Active Clubs beteiligen oder dort angesprochen werden
  • Personen mit entsprechendem Bezug, zu denen dem Verfassungsschutz Erkenntnisse vorliegen
  • Mitglieder bzw. die Szene, die schleichend radikalisiert und in das rechtsextremistische Spektrum integriert werden sollen

Zahlen/Fakten?

  • Seit dem Frühjahr 2024 Gründung einer Vielzahl an regionalen „Active Clubs“ in Deutschland festgestellt
  • In einschlägigen sozialen Medien werden 22 solcher Clubs aufgeführt

Wie geht’s weiter?

  • Die Sicherheitsbehörden beobachten die „Active Clubs“ weiter und haben Erkenntnisse zu Personen mit entsprechendem Bezug
  • Ziel bleibt die Bekämpfung der Radikalisierung und des Gewaltpotenzials, insbesondere das Training von Kampfsport für eine mögliche eskalierende Ideologie
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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