Vermischtes - Was ist passiert – was dahinter steckt
Politik in Washington: Zölle auf Kanada debattiert
Washington () – Das US-Repräsentantenhaus hat am Mittwochabend (Ortszeit) für die Aufhebung der von US-Präsident Donald Trump gegen Kanada verhängten Zölle gestimmt.
Sechs Abgeordnete von Trumps Partei, den Republikanern, schlossen sich den oppositionellen Demokraten an und bildeten gemeinsam eine Mehrheit von 219 zu 211 Stimmen. In Trumps zweiter Amtszeit war es bislang ungewöhnlich, dass sich Abgeordnete seiner Partei gegen zentrale Vorhaben seiner Regierung stellen. Ob der Stopp der Kanada-Zölle in der zweiten Parlamentskammer, dem ebenfalls von den Republikanern dominierten Senat, die nötige Mehrheit finden wird, ist ungewiss.
Trump reagierte auf die Abstimmung, die die Parteiführung zuvor verhindern wollte, mit Drohungen. „Jeder Republikaner im Repräsentantenhaus oder Senat, der gegen Zölle stimmt, wird bei den Wahlen schwerwiegende Konsequenzen zu tragen haben, und das gilt auch für die Vorwahlen“, schrieb er auf seiner persönlichen Plattform. Zölle hätten den USA „wirtschaftliche und nationale Sicherheit gebracht, und kein Republikaner sollte dafür verantwortlich sein, dieses Privileg zu zerstören“, so der Präsident.
Er warf Kanada vor, die USA ausgenutzt zu haben. „Sie gehören zu den schlimmsten der Welt, mit denen man zu tun haben kann, insbesondere in Bezug auf unsere nördliche Grenze“, schrieb Trump.
Derweil warten die USA weiterhin auf eine Entscheidung des Supreme Courts zu Trumps Zollpolitik. Im Zentrum steht die Frage, ob Trump für die Importsteuern zuständig ist, denn nach Artikel 1 der US-Verfassung liegt die Zuständigkeit für Steuern beim US-Kongress. Ausnahmen von der Regel bilden Gesetze, in denen der US-Kongress dem Präsidenten erlaubt, für bestimmte Fälle Zölle zu verhängen, wie etwa der „International Emergency Economic Powers Act“, auf den sich Trump bezieht. Die neun Richter hatten sich in einer Anhörung größtenteils skeptisch gegenüber den Zöllen gezeigt. Doch es wäre nicht das erste Mal, dass die Gerichtsmehrheit aus den sechs Richtern, die Trump und seine ebenfalls republikanischen Vorgänger ausgewählt haben, nach einer kritischen Anhörung letztlich doch auf die Linie des US-Präsidenten einschwenkt.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Kapitol (Archiv) |
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- US-Repräsentantenhaus hat für die Aufhebung der von Trump gegen Kanada verhängten Zölle gestimmt.
- Sechs Republikaner unterstützen die oppositionellen Demokraten, Abstimmungsergebnis 219 zu 211.
- Trump droht Republikanern, die gegen Zölle stimmen, mit Konsequenzen bei Wahlen.
Warum ist das wichtig?
- Signalisiert mögliche Spaltungen innerhalb der Republikanischen Partei
- Wichtig für die Beziehung zu Kanada und internationale Handelsdynamic
- Kann Auswirkungen auf zukünftige Zollpolitiken und die Machtbalance zwischen Kongress und Präsident haben
Wer ist betroffen?
- US-Repräsentantenhaus
- Republikaner
- Demokraten
Zahlen/Fakten?
- Abstimmungsergebnis: 219 zu 211 Stimmen
- Sechs republikanische Abgeordnete stimmten gegen Trumps Zölle
- Supreme Court prüft Trumps Zollpolitik, insbesondere Zuständigkeit nach Artikel 1 der US-Verfassung
Wie geht’s weiter?
- Abstimmung über Zölle im Senat steht an
- Trump droht Republikanern mit Konsequenzen
- Supreme Court entscheidet über Trumps Zollpolitik
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