Urologen mahnen sensible Hodenuntersuchung bei Musterung an

29. Dezember 2025
1 min Lesezeit

Urologen mahnen sensible Hodenuntersuchung bei Musterung an

Vermischtes - Was ist passiert – was dahinter steckt

Gesellschaft: Umgang mit Musterungen in Deutschland

() – Kurz vor dem Start des neuen Wehrdienstes hat die Deutsche Gesellschaft für Urologie (DGU) einen modernen Umgang der Ärzte bei der Tastuntersuchung der Hoden junger Männer im Rahmen der Musterung angemahnt.

„Wesentlich ist ein sensibles und modernes Vorgehen“, sagte der Urologe und DGU-Sprecher Axel Merseburger der „Rheinischen Post“ (Montagsausgabe). Bei der Musterung solle transparent darüber aufgeklärt werden, warum die Untersuchung durchgeführt werde, wie sie ablaufe und was nicht passiere. „Intimuntersuchungen sollten nur nach ausdrücklichem Einverständnis erfolgen“, fügte Merseburger hinzu. „Und wenn möglich, sollte jungen Männern freistehen, von einer männlichen oder weiblichen ärztlichen Person untersucht zu werden, oder eine Begleitperson hinzuzuziehen“, so der DGU-Sprecher.

„Da manche junge Männer belastende Vorerfahrungen haben, ist ein respektvoller, entschleunigter Umgang wichtig“, so Merseburger. „Medizinisch sinnvoll wäre, die Musterung zusätzlich dafür zu nutzen, die jungen Männer über Hodenkrebs und die Selbstabtastung zu informieren – also nicht nur zu untersuchen, sondern Gesundheitskompetenz zu vermitteln“, sagte der Sprecher der Gesellschaft für Urologie. „Insgesamt sollte die neue Musterung urologisch solide, aber auch zeitgemäß gestaltet sein: medizinisch sinnvoll – und gleichzeitig respektvoll, transparent und selbstbestimmungsorientiert“, sagte Merseburger.

Das von Bundestag und Bundesrat verabschiedete Gesetz für den neuen Wehrdienst gilt ab dem 1. Januar. Junge Männer ab dem Jahrgang 2008 sind dazu verpflichtet, einen Fragebogen auszufüllen und sich mustern zu lassen. Für Frauen ist dies freiwillig.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Bundeswehr-Soldaten (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • DGU fordert modernen Umgang bei Hodenuntersuchungen während der Musterung.
  • Sensible, respektvolle und transparente Durchführung der Intimuntersuchungen empfohlen.
  • Information über Hodenkrebs und Selbstabtastung soll Teil der Musterung sein.

Warum ist das wichtig?

  • Sensibler und transparenter Umgang bei der Tastuntersuchung ist wichtig für das Vertrauen der jungen Männer.
  • Aufklärung über den Ablauf und die Gründe der Untersuchung fördert die Akzeptanz und Selbstbestimmung.
  • Integration von Gesundheitskompetenz und Information über Hodenkrebs in die Musterung erhöht die medizinische Relevanz.

Wer ist betroffen?

  • junge Männer ab dem Jahrgang 2008
  • Frauen (freiwillig)
  • Ärzte (Urologen)

Zahlen/Fakten?

  • Gesetz für neuen Wehrdienst gilt ab dem 1. Januar
  • Junge Männer ab Jahrgang 2008 müssen Fragebogen ausfüllen und sich mustern lassen
  • Für Frauen ist die Musterung freiwillig

Wie geht’s weiter?

  • Sensibler und moderner Umgang bei der Tastuntersuchung fordern
  • Aufklärung über Ablauf und Gründe der Untersuchung
  • Möglichkeit der Wahl zwischen männlichen oder weiblichen Untersuchern anbieten
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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