Vermischtes - Was ist passiert – was dahinter steckt
Politik Berlin: Streit um Mieterschutzgesetz
Berlin () – Die ursprünglich für diesen Mittwoch geplante Verabschiedung des Gebäudemodernisierungsgesetzes (GMG) durch das Bundeskabinett verzögert sich um mindestens eine Woche. Das berichtet die „Bild“ (Mittwochausgabe) unter Berufung auf Koalitionskreise.
Danach gibt es Streit zwischen Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) und Bundesbauministerin Verena Hubertz (SPD). Wie es heißt, blockiere Hubertz die Verabschiedung, weil sie den Mieterschutz verbessern möchte. Die Ministerin hat laut „Bild“ die Sorge, dass Mieter beim Einbau neuer fossiler Heizungen künftig übermäßig hohe Heizkosten schultern müssen.
Das Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung (ISI) hatte Anfang April die Auswirkungen der geplanten Reform berechnet. Demnach würden die Mehrbelastung für Mieter bei einem Einbau einer Gasheizung statt einer Wärmepumpe im Jahr 2025 monatlich 55 Euro betragen. Bis 2045 würden die monatliche Mehrbelastung auf 272 Euro steigen. Über einen Zeitraum von 19 Jahren würde sich die Mehrbelastung auf 18.580 Euro summieren.
Außerdem will Hubertz nach Angaben der Zeitung durchsetzen, dass Vermieter weniger Kosten für den Einbau neuer Heizungen und energetischer Sanierungen auf die Mieter umlegen können. Derzeit können Vermieter die Kaltmieten innerhalb von sechs Jahren um bis zu drei Euro je Quadratmeter erhöhen. Bei niedrigen Mieten dürfen es bis maximal zwei Euro je Quadratmeter mehr sein.
Reiche will dagegen keine weiteren Änderungen, hieß es. Sie befürchte, dass sonst viele Vermieter einen Großteil der Kosten selbst tragen müssten und auf Sanierungen verzichten würden.
Man sei in intensiven Verhandlungen über eine Lösung des Konflikts, hieß es weiter. Bis Ende der Woche solle eine Einigung stehen.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Gasheizung (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Verabschiedung des Gebäudemodernisierungsgesetzes verzögert sich um eine Woche.
- Streit zwischen Bundeswirtschaftsministerin und Bundesbauministerin über Mieterschutz und Heizkosten für Mieter.
- Bundesbauministerin möchte Kostenumlagen für Vermieter reduzieren, während die Bundeswirtschaftsministerin keine weiteren Änderungen will.
Warum ist das wichtig?
- Verzögerung des Gebäudemodernisierungsgesetzes betrifft Mieterschutz und Heizkosten
- Hohe Mehrbelastungen für Mieter bei neuen Heizungen könnten entstehen
- Konflikt zwischen Ministerien, der die Verabschiedung betrifft, könnte Auswirkungen auf Sanierungen haben
Wer ist betroffen?
- Mieter
- Vermieter
- Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche
Zahlen/Fakten?
- Verabschiedung des Gebäudemodernisierungsgesetzes verzögert sich um mindestens eine Woche
- Monatliche Mehrbelastung für Mieter durch Gasheizung im Jahr 2025: 55 Euro
- Bis 2045: monatliche Mehrbelastung steigt auf 272 Euro, Gesamtsumme über 19 Jahre: 18.580 Euro
Wie geht’s weiter?
- Überprüfung der Vorschläge zur Mieterschutzsteigerung
- Verhandlungen zwischen Reiche und Hubertz sollen bis Ende der Woche zu einer Einigung führen
- Klärung der Kostenumlagen für Vermieter und Mieter steht aus
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