Gesellschaft: Sprache und Dialekt in Marburg
Marburg () – Dialektkompetenz wirkt sich offenbar positiv auf die sprachlichen Fähigkeiten aus. Das ergab eine Studie eines interdisziplinären Forschungsteams der Philipps-Universität Marburg, die im Magazin „Nature: Scientific Reports“ veröffentlicht wurde.
Die Studie zeigt demnach, dass der Erwerb eines Dialekts neben der Standardsprache zu einem vergleichbaren Ausbau der sprachverarbeitenden Gehirnbereiche führt wie Zweisprachigkeit. In der Untersuchung wurden 26 dialektkompetente Personen mit 23 nur im Standarddeutschen sozialisierten Personen verglichen. Die Forscher stellten fest, dass die Hirnstruktur von Dialektsprechern in bestimmten Bereichen signifikant anders war. Diese Unterschiede traten in Regionen auf, die auch bei zweisprachigen Personen stärker ausgeprägt sind, wie die mittlere Schläfenlappenwindung, der innenliegende Inselkortex sowie der orbito-frontale Kortex.
Die Studie nutzte hochauflösende bildgebende Verfahren, um die Gehirnbereiche zu vermessen. Die Ergebnisse legten nahe, dass die Unterschiede auf das Training und die Übung im Dialekt zurückzuführen seien, sagte Studienautor Mathias Scharinger.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Vermischtes - Was ist passiert – was dahinter steckt
Was ist passiert?
- Eine Studie der Philipps-Universität Marburg zeigt, dass Dialektkompetenz die sprachlichen Fähigkeiten ähnlich wie Zweisprachigkeit fördert
- Bei Dialektsprechern wurden im Gehirn signifikante Unterschiede in bestimmten Bereichen festgestellt, die auch bei Zweisprachigen stärker ausgeprägt sind
- Die Unterschiede werden auf Training und Übung im Dialekt zurückgeführt, basierend auf bildgebenden Verfahren
Warum ist das wichtig?
- Dialektkompetenz verbessert offenbar sprachliche Fähigkeiten und führt zu einem ähnlichen Ausbau sprachverarbeitender Gehirnbereiche wie Zweisprachigkeit
- Unterschiede in bestimmten Hirnregionen können durch Training und Übung im Dialekt erklärt werden
Wer ist betroffen?
- Dialektkompetente Personen
- Personen, die nur im Standarddeutschen sozialisiert wurden
Zahlen/Fakten?
- 26 dialektkompetente Personen und 23 nur im Standarddeutschen sozialisierte Personen
- Veröffentlichung in „Nature: Scientific Reports“
- Abweichungen in mittlere Schläfenlappenwindung, innenliegender Inselkortex und orbito-frontaler Kortex
Wie geht’s weiter?
- Dialektkompetenz führt offenbar zu einem ähnlichen Ausbau der sprachverarbeitenden Gehirnbereiche wie Zweisprachigkeit
- Unterschiede in Hirnstrukturen bei Dialektsprechern werden auf Training und Übung im Dialekt zurückgeführt
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